Europäische Anleihekurse: Bondrenditen fallen vor Fed-Treffen

Europäische Anleihekurse: Bondrenditen fallen vor Fed-Treffen

, aktualisiert 14. Dezember 2016, 15:49 Uhr
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Die Fed muss sich auf die veränderten politischen Verhältnisse in Washington einstellen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die europäischen Anleihekurse haben wieder zugelegt. Dagegen fiel die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe um bis zu drei Basispunkte auf 0,32 Prozent. Nun wird die Zinsentscheidung der US-Notenbank erwartet.

FrankfurtVor der Zinsentscheidung der US-Notenbank haben die europäischen Anleihekurse am Mittwoch zugelegt. Im Gegenzug fiel die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe um bis zu drei Basispunkte auf 0,32 Prozent. Die Verzinsung der dreißigjährigen Bonds ging sogar um fünf Basispunkte auf 1,10 Prozent zurück. Deren Pendants in Frankreich, Österreich und den Niederlanden sanken um bis zu vier Basispunkte.

Experten rechnen fest mit einer Anhebung der US-Zinsen um einen Viertelpunkt. Seit Dezember 2015 liegt der Zinssatz in einem Korridor von 0,25 bis 0,5 Prozent. Der Schritt an sich ist laut Marktteilnehmern in den Anleihekursen bereits enthalten. „Investoren nutzen die niedrigen Bewertungen aus, um vor der anstehenden Zinserhöhung bei Staatsanleihen zuzugreifen“, erläuterten die Strategen der DZ Bank. „Langlaufende Anleihen sind in diesem Umfeld gefragt.“

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Für die Investoren dürfte der Ausblick von Fed-Chefin Janet Yellen auf das kommende Jahr spannender als die Entscheidung selbst sein. Wie stark der Markt reagiere, hänge vom Umgang der Fed mit den noch unbekannten Wirtschaftsplänen des künftigen Präsidenten Donald Trumps ab, hieß es bei der BayernLB. Schraube die Fed ihre Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung von Konjunktur und Inflation nach oben, dürfte das als Signal für künftig höhere Zinssätze verstanden werden. Ein Ausblenden des „Unsicherheitsfaktors Trump“ wäre hingegen ein Zeichen in die andere Richtung und würde zu fallenden Renditen führen.

Die Notenbank pocht auf ihre Unabhängigkeit und muss sich dennoch auf die veränderten politischen Machtverhältnisse in Washington einstellen. Sie signalisierte, bei Zinserhöhungen aggressiver zu Werke gehen zu können, falls die Konjunktur unter Trump zu überhitzen drohe. Jedoch dürften protektionistische Maßnahmen des künftigen Präsidenten ebenso wie eine harte Linie im Umgang mit illegal eingewanderten Migranten für Bremseffekte sorgen.

Die Fed gibt ihre Entscheidung gegen 20.00 Uhr (MEZ) bekannt. Anschließend wird US-Notenbank-Chefin Yellen die Beschlüsse erläutern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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