Evonik: Evonik hält sich ein Hintertürchen offen

KommentarEvonik: Evonik hält sich ein Hintertürchen offen

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Klaus Engel, Vorstandschef des Chemiekonzerns Evonik, hält das Unternehmen seit über einem Jahr für den Börsengang bereit - Doch der ist längst noch nicht beschlossene Sache.

von Jürgen Salz

Die RAG-Stiftung will den Börsengang des Chemiekonzerns Evonik weiter vorantreiben, hält sich aber noch ein Hintertürchen offen.

Nein, der Börsengang des Chemiekonzerns Evonik ist noch nicht in trockenen Tüchern. Am Montagabend teilte die RAG-Stiftung, der knapp 75 Prozent der Evonik-Anteile gehören, mit, dass sie weiterhin die Absicht hegt, Evonik an die Börse zu bringen. Der Stiftungsvorsitzende Wilhelm Bonse-Geuking schränkte aber ein: „Allerdings müssen wir die nicht unerheblichen und zunehmenden Risiken genauestens im Auge behalten. Wir werden den Zeitplan des Börsengangs gegebenenfalls überprüfen müssen.“ Als erster Handelstag an der Börse war einmal der 25. Juni angedacht. Die Aufgabe der Stiftung ist es, von 2019 an die Folgekosten des auslaufenden deutschen Steinkohlebergbaus zu finanzieren.

Vorsichtige Bewertung

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Inzwischen scheinen die aktuelle Euro- und Griechenkrise sowie die Börsenschwäche die Evonik-Eigentümer zu verunsichern. Für den Evonik-Chef Klaus Engel wäre eine weitere Verschiebung ziemlich misslich – schließlich war der Börsengang zuvor schon zweimal avisiert und schließlich nicht gestartet worden. Es kann aber nicht immer nur bei Ankündigungen bleiben.

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Ganz überraschend kommt die Vorsicht freilich nicht. Einige Mitglieder des Stiftungskuratoriums haben durchaus gute Gründe, über eine Verschiebung nachzudenken. In dem politisch dominierten Gremium sitzen unter anderem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Die beiden Politiker gehen seit etwa einem Jahr davon aus, dass der Wert aller Evonik-Anteile bei mehr als 15 Milliarden Euro liegt. Tatsächlich dürfte er derzeit nur etwa 13,5 Milliarden Euro betragen. Die Euro-Krise hat inzwischen zu vorsichtigeren Unternehmensbewertungen geführt. Das aktuelle Griechenland-Debakel drückt zudem auf die Stimmung an den Börsen. Schäuble & Co. könnten nun auf den ‧Gedanken kommen, lieber noch etwas abzuwarten, bis der Evonik-Wert wieder steigt – auch um der Kritik vorzubeugen, leichtfertig auf Milliarden zu verzichten. Zumal die Stiftung das Geld jetzt nicht dringend braucht.

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