Evonik: Heimlich an die Börse

Evonik: Heimlich an die Börse

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Der Chemiekonzerns Evonik plant noch für diese Woche den Börsengang - Wird er im vierten Anlauf klappen?

von Christof Schürmann

Am Donnerstag wird es voraussichtlich vollbracht sein: Spezialchemie-Schwergewicht Evonik geht an die Börse. Zeichnen können Privatanleger die Aktie im Vorfeld aber nicht. Auch nach Erstnotiz bleibt es spannend.

Drei Mal ist kein Mal: Im vierten Anlauf wird am Donnerstag der Spezialchemiekonzern Evonik endlich an der Frankfurter Börse notiert sein. In den vergangenen Wochen hatten die Evonik-Eigentümer RAG-Stiftung und Finanzinvestor CVC rund 14 Prozent der Evonik-Aktien für insgesamt zwei Milliarden Euro an institutionelle Anleger verkauft. Von Donnerstag an können nun auch Privatanleger in die Aktie investieren, direkt über die Börse. Ein Angebot zur Zeichnung wird es zuvor nicht geben. Weitere Großinvestoren dürfen sich aber diese Woche noch einmal rund zwei Prozent der Aktien vorab sichern. Gemessen an den bisherigen Preisen ist Evonik mit knapp 14,3 Milliarden Euro bewertet. 466 Millionen Aktien werden registriert sein, was rechnerisch einem Kurs von exakt 30 Euro je Aktie entspräche. 

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Quelle: dpa/Montage

Grundsätzlich fair bewertet

Evonik setzte 2012 rund 13,6 Milliarden Euro um und erzielte dabei einen Nettogewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro. Kurse um 30 Euro je Aktie würden ein Kurs-Gewinn-Verhältnis bezogen auf den letztjährigen Gewinn von 11,9 bedeuten. Evonik wäre damit so teuer wie der andere große Chemiker an der Börse, BASF, und bei Kursen um 30 Euro grundsätzlich fair bewertet. Druck auf den Kurs könnte aber vom Gewinner des Börsengangs kommen: Der Finanzinvestor CVC, der sich 2008 billig in Evonik einkaufen konnte und bereits begonnen hat, seinen 25-Prozent-Anteil teuer wieder abstoßen.

Die Essener RAG, die frühere Ruhrkohle AG, die den  hochsubventionierten Steinkohlebergbau mit seinen Altlasten unter sich vereint, muss die Herkulesaufgabe bewältigen, den Bergbau bis 2018 abzuwickeln. Von 2019 an wird dann die Altlastenregulierung an die RAG-Stiftung abgegeben, die diese aus Evonik-Erlösen stemmen muss. Die Stiftung hält 100 Prozent an der RAG und bis vor kurzem noch 74,99 Prozent an Evonik, der wiederum noch 51 Prozent am Energieerzeuger Steag und 50 Prozent an der Immobiliengesellschaft Vivawest besitzt.

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Ein Gewinner steht schon fest: Finanzinvestor CVC

Der damalige Evonik-Chef und heutige RAG-Stiftungsvorstand Werner Müller verscheuerte im Juni einen Anteil von 25,01 Prozent an Evonik für 2,4 Milliarden Euro an CVC; der Finanzinvestor labt sich seither an üppigen Garantiedividenden. Dazu kommen jetzt noch erhebliche Kursgewinne von rund 50 Prozent, sollte sich der Aktienkurs von Evonik zumindest stabil halten.

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