Expansionspläne: Kion blickt nach Börsengang auf Asien

Expansionspläne: Kion blickt nach Börsengang auf Asien

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Der Kion-Finanzchef verspricht, das Deutschlandgeschäft nicht zu vernachlässigen.

Gabelstaplerhersteller Kion will künftig stark in Asien wachsen. Dafür setzt der Börsenneuling auf seinen chinesischen Großinvestor. In Deutschland fokussiert sich das Unternehmen mehr auf Dienstleistungen.

Der weltweit zweitgrößte Gabelstaplerhersteller Kion will nach seinem Börsengang in Asien expandieren. Dort seien auch Zukäufe noch möglich, deutete Vorstandschef Gordon Riske am Montag auf der Emissionspressekonferenz an. "Wir haben noch Regionen, wo wir zulegen können und wollen. In Asien wollen wir unseren Marktanteil ausbauen." Hilfe dafür erwartet das Wiesbadener Unternehmen von seinem neuen Großaktionär, dem chinesischen Maschinenbauer Weichai Power. "Weichai ist ein echter Gewinn für uns, das optimale Fundament für die Wachstumsmärkte", sagte Riske. China stehe für ein Viertel des Weltmarktes für Flurförderzeuge. "Die Industrialisierung führt zu einem zunehmenden Bedarf von Staplern", sagte der Kion-Chef.

Börsenkandidat Chinesischer Investor will Anteil bei Kion aufstocken

Der Gabelstaplerproduzent Kion aus Wiesbaden weitet seine Kooperation mit dem chinesischen Maschinenbauer Weichai Power aus

Gordon Riske Quelle: dpa

Alteigentümer lassen sich für Komplettausstieg Zeit

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Weichai, Ende 2012 bei Kion mit 25 Prozent eingestiegen, stockt im Zuge des Börsengangs für bis zu 400 Millionen Euro auf 30 Prozent auf. In den sechs Monaten nach der für den 28. Juni geplanten Erstnotiz haben die Chinesen die Chance, weitere 3,3 Prozent von den Finanzinvestoren KKR und Goldman Sachs zu erwerben.Die beiden Alteigentümer, die das Unternehmen 2006 von Linde gekauft hatten, rechnen damit, dass sie noch einige Zeit für den Rückzug brauchen. Beide sähen in ihrem Engagement noch erhebliche Chancen, sagte Goldman-Sachs-Investmentbanker Christoph Stanger, der Kion federführend an die Börse begleitet. "Wir planen den Abverkauf erst über die Zeit. Man kann davon ausgehen, dass es dazu zwei weitere Schritte braucht."

Die Kion-Aktien werden seit Montag bis zum 26. Juni in eine Spanne von 24 bis 30 Euro offeriert. Im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz und Schnigge wurden sie am Montag bei 27 bis 29 Euro taxiert. Weichai hatte 29,21 Euro je Aktie gezahlt. Bei dem Börsengang wird Kion mit 2,4 bis 3,0 Milliarden Euro bewertet. KKR und Goldman Sachs wollen zusammen 50 Prozent behalten und nur bei hoher Nachfrage einige Aktien abgeben. Weichai Power darf auch fünf Jahre nach dem Ausstieg der Finanzinvestoren nicht auf mehr als 49,9 Prozent der Kion-Anteile aufstocken.

Auftragseingang bröckelt

Kurz vor dem Börsengang kämpft Kion allerdings gegen einen bröckelnden Auftragseingang. In den ersten drei Monaten lag er mit 1,15 Milliarden Euro fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau, auch im April und Mai sei er leicht dahinter zurückgeblieben, räumte Kion ein. "Aber wir erwarten, dass sich der Trend im Lauf des Jahres umkehren wird", sagte Finanzvorstand Thomas Toepfer. Umsatz und Ergebnis hätten im April und Mai leicht zugelegt.

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Ohnehin setzt Kion stark auf das Dienstleistungsgeschäft. Wartung und Reparaturen machten schon 40 Prozent des Umsatzes aus und seien deutlich profitabler als der Verkauf von neuen Gabelstaplern. "Wir haben alle Voraussetzungen, dauerhaft eine zweistellige Ebit-Marge zu erwirtschaften", sagte Riske. Im vergangenen Jahr waren es 9,3 Prozent, im ersten Quartal 2013 lag die Umsatzrendite bei 8,5 Prozent. Kion verspricht seinen neuen Aktionären 25 bis 35 Prozent Dividende.

Die Einnahmen aus dem Börsengang - bis zu 520 Millionen Euro von neuen Aktionären und 400 Millionen von Weichai - will Kion zum Abbau der Schulden verwenden, die die Finanzinvestoren dem Unternehmen aufgehalst hatten. Die Netto-Verbindlichkeiten von 1,82 Milliarden Euro sollen damit halbiert werden. "Kion wird ein ganz normales Unternehmen", sagte Riske.

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