Fed-Chefin Janet Yellen: Die Herrin der ultralockeren Geldpolitik

Fed-Chefin Janet Yellen: Die Herrin der ultralockeren Geldpolitik

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Janet Yellen ist seit 100 Tagen Fed-Chefin.

Janet Yellen ist seit 100 Tagen an der Spitze der US-Notenbank Fed. Was hat sich unter der Führung der 67-jährigen Wirtschaftswissenschaftlerin schon verändert?

Janet Yellen war schon ein vorsichtiger Mensch, bevor sie Anfang Februar als neue Chefin der US-Notenbank antrat. Bei Auftritten las sie ihre Reden fast immer sorgsam vom Blatt ab. Mit dem Aufstieg an die Spitze der Federal Reserve hat sie ihr Maß an Achtsamkeit noch einmal sichtlich gesteigert. Schließlich liegen Worte der weltmächtigsten Notenbankchefin buchstäblich auf der Goldwaage. Doch bei aller Obacht - ohne Fauxpas hat die 67-Jährige ihre ersten 100 Tage im Amt dennoch nicht überstanden.

Ausgerechnet bei ihrer ersten Pressekonferenz passierte ihr, was sie stets vermeiden will. Ein missverständlicher Halbsatz versetzte weltweit im März die Finanzmärkte in Aufregung. Aktien, Anleihen und der Euro stürzten kurzzeitig ab. Auf die Frage einer Reporterin, wann die Fed die Leitzinsen erhöht, geriet Yellen ins Schlingern. Vom Herbst an gerechnet „vielleicht ungefähr sechs Monate oder so“, sagte sie. Höhere Zinsen schon im Frühling 2015, das wäre früher als viele Händler hoffen. Yellen ruderte seitdem mehrfach zurück.

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US-Notenbank Mit Janet Yellen in die nächste Krise

Steigende Zinsen machen den Wechsel an der Spitze der Fed besonders gefährlich. Die USA könnten auch ihre geldpolitische Führungsrolle in der Welt verlieren.

huGO-BildID: 34360549 ARCHIV - Die US-Wirtschaftswissenschaftlerin und designierte Chefin der US-Notenbank Federal Reserve Board (FED), Janet Yellen, aufgenommen am 09.10.2013 in Washington (USA). Foto: Michael Reynolds/epa (zu dpa-Themenpaket ´100 Jahre US-Notenbank Fed» vom 19.12.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Die Episode ist sinnbildlich. Yellen mag von ihrem Vorgänger Ben Bernanke eine Volkswirtschaft übernommen haben, die ihre schwerste Krise seit dem Zeiten Weltkrieg fast bewältigt hat. Aber die Fed kann sich weiter nur wie eine Seiltänzerin in bedachten Schritten ihrem Ziel der Vollbeschäftigung und einer angemessenen Inflationsrate nähern. Nur der Anschein einer überhasteten Verschärfung der Geldpolitik wird umgehend von den Märkten bestraft. Sie lieben das billige Geld, es lässt die Börsen boomen.

Unter Yellens Ägide erwirbt die Zentralbank immer noch Anleihen in Milliardenhöhe, um die langfristigen Zinsen zu drücken. Zwar sank die monatliche Summe in diesem Jahr schrittweise von 85 auf 45 Milliarden Dollar (32 Milliarden Euro). Doch bis die Käufe im Herbst wie bisher geplant ganz versiegen, schwillt die Bilanz der Bank weiter massiv an - statt endlich wieder auf ein Normalmaß zu schrumpfen. Wertpapiere für mehr als 4,1 Billionen Dollar schlummern schon in ihren Büchern. Vor der Rezession waren es weniger als eine Billion.

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