Finanzkrise: Alles schon gesehen

Finanzkrise: Alles schon gesehen

Aus Sicht der Zeitgenossen scheinen Finanzmarktkrisen immer riesengroß. Rückblickend boten sie Kaufgelegenheiten.

Der Dow Jones Index ist in wenigen Tagen um 14 Prozent gefallen. Zu den Bedenken der Anleger um die Staatsschuldenkrise kommen nun neue Konjunktursorgen; die Frage, ob es sich beim Einbruch der vergangenen Woche um eine Wende zum Schlechten oder nur um eine zwischenzeitliche Korrektur handele, dürfte beantwortet sein. Seit Herbst 2008 verloren die Börsen nicht mehr so viel Wert in so kurzer Zeit.“ Der hier zitierte Abgesang stammt aus dem Barron’s vom 31. August 2011. Die Hinweise auf die Unbill haben natürlich nach wie vor ihre Gültigkeit; keiner soll sagen, die Probleme seien kleiner geworden. Aber, was uns beim Blick ins eigene Archiv noch auffiel, ist: einen ganz ähnlichen Text schrieben wir auch 1998.

Uns ist bewusst, dass historische Vergleiche hinken und dass speziell dieser ein gewagter ist. Natürlich fand der Crash von 1998 mitten im langjährigen Bullenmarkt statt, der aus dem gesunden Risikoappetit der Investoren, einer soliden Finanzlage der westlichen Staaten, einer stärkeren Dynamik der US-Wirtschaft und nicht zuletzt aus einer über geldpolitische Munition und öffentliche Glaubwürdigkeit verfügenden US-Notenbank seinen Treibstoff bezog. Der Punkt ist nur: Das konnte man alles erst hinterher wissen. Aus Sicht der damaligen Marktteilnehmer waren die Probleme gigantisch groß und neuartig; dennoch begannen die ersten, wieder Aktien zu kaufen.

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Nur eine kleine Delle

Damals wie heute ging die Angst um vor Staatspleiten und einem Zusammenbruch des Finanzsystems infolge maroder Banken. Damals hießen die Bösewichte Russland, Südostasien und Argentinien, heute heißen sie Griechenland, Portugal und Italien. Am Ende der Asienkrise 1998 gingen dann tatsächlich ein paar Banken und sogar Staaten krachend pleite, dennoch sieht man den Crash von 1998 im Langfrist-Chart der Börsen nur noch als kleine Delle.

Der Crash im Sommer 2011 wurde, wie 1998, mehr durch Angst vor politischen Fehlentscheidungen denn durch zuverlässige Anzeichen einer schweren, unmittelbar bevorstehenden Rezession ausgelöst. Die US-Wirtschaftsdaten haben sich zuletzt stabilisiert; auch aus China kommen immer mehr Daten, die die Hoffnung auf eine weiche Landung nähren, also auf ein Abflauen des dortigen Wirtschaftswachstums (von in der Spitze mehr als 14 Prozent).

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