Finanzmärkte: Ägyptische Unruhen erreichen die asiatischen Märkte

Finanzmärkte: Ägyptische Unruhen erreichen die asiatischen Märkte

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Kursverlauf einzelner Neuer Markt-Aktien seit 1999

Am Freitag traf es bereits die US-Börsen, nun hat es auch die asiatischen Finanzmärkte erwischt: Wegen der anhaltenden Unruhen in Ägypten stürzen an den asiatischen Börsen die Kurse ab. Nur die Handelsplätze in Taiwan und Shanghai verzeichneten ein leichtes Plus.

Zuerst traf es die Vereinigten Staaten: Am Freitag bescherten die Unruhen in Ägypten den amerikanischen Börsen einen schweren Kurseinbruch. Der Dow-Jones-Index fiel um 1,39 Prozent auf 11.823 Punkte, der US-Technologieindex Nasdaq stürzte um 2,5 Prozent ab und landete auf 2687 Punkten und auch der S&P-500 büßte 1,8 Prozente ein und kam bei Börsenschluss nur noch auf 1276 Zähler. Heute um zehn Uhr Vormittag schloss die Börse in Hongkong und auch hier dasselbe Bild: Die Ausschreitungen in Nordafrika zwingen die chinesische Kurse in die Knie. Kenji Sekiguchi, Manager beim japanischen Vermögensverwalter Mitsubishi UFJ Trust and Banking, hält die Demonstrationen im nordafrikanischen Ägypten für den Grund für die fallenden Kurse. "Die Demonstrationen sorgen dafür, dass sich Investoren auch risikoreicheren Anlagen zurück ziehen und nur noch in Staatsanleihen investieren." Zwar starteten die Märkte schon nicht besonders gut ins neue Jahr, doch zumindest in China und Singapur waren die Indizes stabil. Die Sektoren IT, Industrie und Energie sorgten für eine regelrechte Rally auf dem chinesischen Markt.

Energiekonzerne profitieren

Das hat sich nun geändert, außer in Taiwan und Shanghai sieht es an den asiatischen Börsen nicht gut aus - und die Talfahrt geht weiter: Heute verlor der Der Hongkonger Hang Seng Index 0,72 Prozentpunkte und liegt nur noch bei 23447.34 Punkten. In Tokio schloss der Nikkei 1,2 Prozent schwächer bei 10.237 Punkten. Der Topix-Index, der mehr Werte enthält als der Nikkei, verlor ebenfalls. Bei Börsenschluss schaffte er es auf 910,08 Zähler, ein Minus von einem Prozent. Der MSCI Asia Pacific Index sank ebenfalls um ein Prozent und auch in Singapur und Südkorea geht es weiter bergab. Ein Ende ist bislang nicht in Sicht.

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Große Unternehmen wie Fujitsu korrigieren bereits ihre Gewinnerwartungen nach unten, Anleger zeigen sich risikobewusster als zuvor und konzentrieren sich auf sichere Staatsanleihen und Rohstoffe. Investoren spekulieren vermehrt auf den Ölpreis. Die Aktie des Ölkonzern Inpex beispielsweise nahm um 0,8 Prozent zu, wogegen die Papiere von Fujitsu oder dem Filmhersteller Konica Minolta zwischen sechs und acht Prozent einbüßten.  „Wir dürfen nicht ignorieren,  dass das Chaos von Ägypten auf die Öl-Staaten übergreifen kann“, sagt Sekiguchier von Mitsubishi UFJ Trust and Banking. 

Dax startet im Minus, Euro bleibt stabil

Doch auch auf der anderen Seite der Welt spüren die Märkte die ägyptischen Unruhen: Auf dem Frankfurter Parkett zeigt sich Unsicherheit, der Dax verliert 0,14 Prozent auf 7093 Punkte (Stand 15:40 Uhr). Auch MDax und TecDax müssen Federn lassen. Auf den Handel mit Asien hat die Ungewissheit an der Börse aber bislang keinen Einfluss. Bei den Devisen ist der Euro stabil bei 1,3615 Dollar.

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