Finanzmärkte: Notenbanken ruinieren die Weltwirtschaft

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KommentarFinanzmärkte: Notenbanken ruinieren die Weltwirtschaft

von Frank Doll

Die Krise in den Schwellenländern ist das makroökonomische Äquivalent zur Subprime-Krise.

Gerade noch rechtzeitig vor dem Zusammenbruch seines monetären Kartenhauses hat Ben Bernanke den Chefposten bei der US-Notenbank Fed geräumt und an Janet Yellen übergeben. Inzwischen reicht bereits ein um monatlich zehn Milliarden Dollar reduziertes Ankaufvolumen von Staats- und Hypothekenanleihen durch die Fed aus, um Schwellenländer in schwere Krisen zu stürzen. Die Währungskrisen in Argentinien, Südafrika, der Türkei und anderen Schwellenländern sind - neben hausgemachten Problemen - im Wesentlichen die direkte Folge einer nur marginal geänderten US-Geldpolitik. Bisher mündete jeder Versuch von Zentralbanken, die zur Krisenbekämpfung neu geschaffene Liquidität wieder einzudämmen, stets in einer neuen Krise. Weil es sich um kumulative Krisen handelt, wird die nächste Krise aber immer noch gefährlicher als die vorherige. Durch neue Liquidität lassen sich die angehäuften Probleme vertagen, aber am Ende kracht es dann umso heftiger.

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hatten einige Zentralbanker zwar behauptet, die Eurozone hätte ihre Probleme gelöst und die Finanzkrise sei ausgestanden. Doch diese Ansicht zeugt eher von Realitätsverweigerung. So sitzt etwa die britische Regierung fünf Jahre nach dem größten Bail-out in der britischen Geschichte immer noch auf einer Beteiligung von 81 Prozent an der Royal Bank of Scotland. Die Großbank steuert gerade auf den größten Verlust seit 2008 zu.

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Geldsystem Ökonom Mayer sieht Zentralbanken in der Falle

Die Zentralbanken werden nicht in der Lage sein, das Geld stabil zu halten, glaubt Thomas Mayer, Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

Thomas Mayer Quelle: dpa

Analysten rechnen nach Steuern mit einem Minus von acht Milliarden Pfund, davon knapp zwei Milliarden Pfund wegen Rückstellungen für Prozesskosten und Strafzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren (Mortage Backed Securities, MBS) im Volumen von 91 Milliarden Dollar. Andere Großbanken wie etwa die Deutsche Bank, JP Morgan Chase und UBS waren hier ebenfalls dick im Geschäft. Allein die in den Bankbilanzen steckenden MBS-Bestände garantieren die Fortsetzung der Finanzkrise. So liegt in den USA der Wert von jedem fünften Haus unter der Hypothekenschuld. Insgesamt 9,3 Millionen Häuser stehen wertmäßig gar mindestens 25 Prozent unter Wasser. Irgendwann werden diese Hypotheken notleidend und damit auch die MBS.

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21 Kommentare zu Finanzmärkte: Notenbanken ruinieren die Weltwirtschaft

  • Da bei den sogenannten Finanzexperten der gesunde Menschenverstand von Akademischer Bildung verdrängt wurde kann das alles nur ganz böse enden. Es müsste doch selbst dem Dümmsten klar sein, Schulden lassen sich nicht durch noch mehr Schulden beseitigen. Diese armen Seelen sind ihrem Traumland gefangen und niemand ist in der Lage sie dort herauszuholen. Die Erkenntnis das nur Scheinlösungen die Probleme vertagt und verschlimmert hatten wird kommen wenn es denn an den Märkten so richtig knallt. Man kann nur hoffen das man diese Typen dann doch irgendwie für Ihren Irrsinn den sie angestellt haben zur Rechenschaft ziehen kann.
    Aber so wie die Gesetze von denen die letzendlich das Unheil erst anrichten gestrickt sind bleibt das warscheinlich nur ein frommer Wunsch.

  • Da werden wieder einmal Ursache und Wirkung verwechselt.

    Die Ursache der Wirtschafts-, der darauf folgenden Währungskrise sind die bis heute wie wild geworden sich gebärenden Finanzmärkte. Auslöser ist die unverantwortliche weltweite Kreditvergabe der Finanzindustrie gewesen. Sie haben ein Ponzi-System, ein Schneeball-System mit einem Volumen, nur bei den Derivaten, in Höhe von, gemeldeten, 450 Bio. $ geschaffen. Die Hochrechnung der BIZ, Basel auf rd. 750 Bio. $ Derivatevolumen dürfte die Realität genau treffen. Die Finanzindustrie macht einfach weiter. Carlyle, Blachstone, Apollo haben 2013 13 % mehr Geld eingesammelt um das Geschäftsmodell "Hedgefond" noch grösser zu machen. Nur diese drei Schattenbanken haben ihr Volumen auf 413 Mrd. $ aufgeblasen.

    Was steht hinter dem Ziel "Wie geht es den Schudlnerländern"? Sie müssen fit gemacht werden um wieder die beste Bonitätsbewertung zu erhalten damit sie wieder auf dem internationalen Kreditmarkt sich erneut verschulden können. Hier in wiwo wird dieses Ziel immer wieder genannt. R. Shiller nennt dieses Verhalten "wirtschaftliche Geisteskrankheit". Er trifft den Nagel auf den Kopf!

    Wer sich ein theoretisches Konzept (Angebotstheorie, "Neolib" uä. Bezeichnungen)geschaffen hat, welches so konstruiert ist, dass es aus sich heraus zu keinen Krisen kommen kann, der hat ein riesiges Problem die Analyse nach den Ursachen des Zusammenbruchs sachgerecht aus zu führen. Da es die eigenen Anschauung nicht sein kann, weil es ja keine Krisen geben kann, der kommt dann auf die Schnapsidee, dass Dritte, Staat, Notenbank, die Linken, die Ökos, die Gutmenschen an der Misere schuldig zu sprechen sind. Die Betreiber des Ponzi-Systems sind es nicht, denn sie haben, genau nach theoretischer Vorlage, gehandelt. Zweckrational nur auf den eigenen, maximalen Vorteil (z.B.Bonis, für die Aktionäre max. Dividenden)gehandelt, verbrämt mit dem Anspruch der "trickle-down-economy".

    Lassen Sie Beide es bitte sein Dolchstoßlegenden zu erfinden!

  • Der Fisch fängt eben immer am Kopf an zu stinken!

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