
New YorkDie Rating-Agentur bewertet die Kreditwürdigkeit der USA nach einer Überprüfung weiterhin mit der Bestnote "AAA". Gleichzeitig jedoch erklärte die Agentur am Dienstag, dass dieses Gütesiegel mit einem negativen Ausblick versehen bleibt und signalisierte damit, dass eine Herabstufung droht.
Zwar verfügten die USA über eine breit aufgestellte und wohlhabende Wirtschaft, erläuterte Fitch. Kopfschmerzen bereitet den Schuldenexperten jedoch, dass sich die Politiker in Washington nicht auf eine Strategie zur Reduzierung des Defizits einigen können.
Die bleibenden Zweifel gründen auch in den unklaren Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa und den Streitereien über die Verlängerung der Steuererleichterungen aus der Präsidentschaft von George W. Bush.
Der amtierende Präsident Barack Obama hatte diese Diskussion diese Woche erneut angeheizt. Er hatte vorgeschlagen, die Steuererleichterungen nur für „Mittelstand-Haushalte“ zu verlängern, nicht aber für Reiche. Ein Plan, den seine politischen Gegner vehement ablehnen.
Fitch hatte erstmals im November vergangenen Jahres damit gedroht, den USA ihr sogenanntes Triple-A abzuerkennen, nachdem sich der Kongress nicht über massive Einsparungen einigen konnte. Fitch gehe nicht davon aus, den negativen Ausblick vor Ende 2013 aufzuheben, erklärte die Agentur.
Bei der führenden Ratingagentur Standard & Poor's besitzen die Vereinigten Staaten schon seit beinahe einem Jahr nur noch die zweitbeste Note „AA+“. Der Verlust des „AAA“ hatte zu einem Aufschrei in der Politik geführt.
Eine schlechtere Kreditwürdigkeit kann die Zinsen in die Höhe treiben, die ein Land für geliehenes Geld berappen muss. Die USA zahlen aber weiterhin nur Minizinsen.



















