Fondstipp: AW Stocks Alpha Plus: Mit Sicherheit die richtige Chemie

Fondstipp: AW Stocks Alpha Plus: Mit Sicherheit die richtige Chemie

Dividendenstarke Titel einzusammeln ist nur eine von vier Strategien, die der Fondsmanager von AW Stocks Alpha Plus verfolgt. Zudem setzt er auf auf über Gebühr abgestrafte Dax-Aktien. Das zahlt sich aus.

Fondsberater Andreas Winkel investiert in Titel des Stoxx 600. In der Regel hält er 50 Werte, die er gleich gewichtet. Um mögliche Rückschläge abzufedern, setzt er zusätzlich Futures und Verkaufsoptionen auf Aktienindizes ein. Das sind spezielle Derivate, mit denen der Fonds von sinkenden Kursen profitiert. Je nachdem, für wie riskant Winkel die aktuelle Marktlage hält, sichert er einen höheren Anteil des Aktienportfolios mit Derivaten ab. Derzeit ist etwa die Hälfte des Portfolios abgesichert. Schließlich werde die Euro- und Staatsschuldenkrise die Finanzmärkte auch in diesem Jahr dominieren, so Winkel. Weil die Absicherung Geld kostet, läuft der Fonds in starken Aufwärtsphasen dem Markt hinterher, verliert in der Krise aber auch deutlich weniger als der Index. In Krisenzeiten einzelne Branchen bewusst zu meiden, davon hält Winkel nichts: „Nach der Lehman-Pleite 2008 haben uns alle Experten vor Autoaktien gewarnt, die Branche sei am Ende, dennoch haben wir 2009 BMW gekauft, was sich letztlich für den Fonds auszahlte.“ Derzeit machten viele Anleger einen Bogen um Chemiewerte, weil eine Rezession drohe. Dennoch hält Winkel weiterhin BASF, weil das Unternehmen unter den dividendenstarken europäischen Konzernen gut aufgestellt sei. Erst kürzlich hob BASF seine Prognosen für das Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln an.

Dividendenstarke Titel einzusammeln ist nur eine von vier Strategien, die Winkel verfolgt. So setzt er auch auf über Gebühr abgestrafte Dax-Aktien. Dazu zählt Winkel beispielsweise Deutsche Post. Das Logistikunternehmen profitiere über seinen Paketdienst vom wachsenden Internet-Handel. Die dritte Strategie zielt auf Unternehmen mit einem attraktiven Verhältnis von Bewertung und Wachstumspotenzial. Das Medizintechnikunternehmen Fresenius wachse im Schnitt um zehn Prozent pro Jahr, sei aber günstiger bewertet als andere Unternehmen der Gesundheitsbranche mit vergleichbarem Wachstum. Um den Fonds nicht zu stark schwanken zu lassen, kauft Winkel Aktien, die sich von der Bewegung des Gesamtmarkts in der Regel absetzen können. Dazu zählt etwa Zigarettenhersteller Imperial Tobacco.

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