Fondstipp: Dexia Biotechnology: Hohe Übernahmezuschläge treiben Kurse

Fondstipp: Dexia Biotechnology: Hohe Übernahmezuschläge treiben Kurse

Auf dem Sektor der Biotechnologie herrscht ein Übernahmeboom. Die hohen Übernahmezuschläge trieben hierbei die Kurse. Fonds wie der belgische Dexia Technology gehören zu den Profiteuren.

Seit 14 Jahren managt Rudi Van den Eynde den Fonds für Aktien von Biotech-Unternehmen der belgischen Dexia. Der Mediziner und Wirtschaftswissenschaftler hat viel Erfahrung im Sektor – und ist deshalb erstaunt, wie viel Pharmaunternehmen derzeit drauflegen, um bei kleineren Biotech-Firmen einzusteigen : "Aufschläge von mehr als 50 Prozent auf die Aktienkurse sind üblich", sagt Van den Eynde. So viel hat Glaxo-SmithKline etwa als Übernahmezuschlag für Human Genome Science (HGS) geboten oder Gilead Sciences für die Hepatitis-Forscher von Pharmasset. Roche ist gerade trotz eines hoch dotierten Angebots bei Illumina abgeblitzt. Die Amerikaner sind führend in der Genomanalyse. 2009 verlangte das Unternehmen für die DNA-Darstellung eines Menschen 48.000 Dollar, inzwischen ist der Preis auf 4000 Dollar gesunken. Das bringt Forscher weiter im Bemühen darum, Medikamente stärker zu individualisieren.

Den Übernahmeboom hat Van den Eynde schon 2010 vorhergesagt. "Es war abzusehen, dass die Pharmariesen, denen günstige Generikahersteller Konkurrenz machen, nach Wachstumschancen suchen." Biotech-Präparate seien komplexer und schwieriger nachzuahmen und erzielten attraktive Margen. Der Fondsmanager hat immer wieder kleinere Unternehmen gekauft, die er als potenzielle Übernahmekandidaten identifiziert hat. Erst kürzlich stieg der britische Pharmariese AstraZeneca bei Ardea Biosciences ein, die zum Fonds gehörten. Van den Eynde war begeistert von den guten Ergebnissen, die ein Gicht-Mittel des US-Unternehmens in der zweiten klinischen Studie erzielt hatte. "In diesem Stadium ist das Risiko eines Scheiterns geringer, ausschließen lässt es sich aber nicht", so der Fondsmanager. Enttäuschend lief es zuletzt bei Achillion Pharma. Der Kurs des Hepatitis- Spezialisten verlor ein Drittel, nachdem Studien die Fachwelt nicht überzeugt hatten. Aus Europa gehört das dänische Unternehmen Lundbeck zum Fonds. Seine Therapeutika gegen Schizophrenie und Alzheimer hält Van den Eynde nach guten klinischen Studien weiter für Erfolg versprechend. Haupteigner ist eine Stiftung – als Übernahmekandidat fallen die Dänen aus.

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