Fondstipp: DWS Global Infrastructure: Privatanleger springen für klamme Staaten ein

Fondstipp: DWS Global Infrastructure: Privatanleger springen für klamme Staaten ein

Kurzfristig ist der Aktienfonds DWS Global Infrastructure zuletzt ins Hintertreffen geraten. Das könnte sich jetzt wieder ändern.

Der Chefvolkswirt der Weltbank fordert mehr Infrastruktur-Investitionen, um konjunkturelle Impulse zu geben. Klammen Staaten rät er zur Beteiligung privater Investoren. Zum Teil läuft das schon. Abschnitte viel befahrener deutscher Autobahnen wie der A8 gehören Bauunternehmen und Autobahnbetreibern, die dafür Lkw-Maut kassieren. Die Meag, der Vermögensverwalter der Münchener Rück, beteiligt sich am früheren RWE-Stromnetz.

Die Weltbank fordert auch von Schwellenländern mehr Aktivität. Für DWS-Fondsmanager Thomas Bucher ist der Ausbau von Straßen, Energienetzen, Wasserversorgung und Häfen der „Flaschenhals für deren wirtschaftliche Entwicklung“. Deshalb werde das Auftragsvolumen für viele Unternehmen hoch bleiben. In dem von ihm gemanagten DWS Global Infrastructure hat er 40 Prozent der Fondsgelder in aufstrebenden Märkten wie Brasilien, Indonesien oder Russland investiert. Bucher hat sich mit 21 Prozent plus im Schnitt der vergangenen drei Jahre passabel geschlagen. Der langfristige Trend stimmt also. Nur: Wer einen Aktienfonds kauft, hängt auch an der kurzfristigen Börsenlage, die wiederum bestimmt wird vom allgemeinen Börsenumfeld, den Jahresergebnissen und Ausschüttungen der Unternehmen.

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Kurzfristig ist Bucher etwas ins Hintertreffen geraten. Den rasanten Kursgewinn indischer Infrastrukturaktien seit Jahresbeginn hat der Fonds nicht mitgemacht. „Jahrelang gab es von der indischen Regierung nur Ankündigungen. Jetzt hofft mancher, dass neue Verträge für Stromversorger einen Investitionszyklus lostreten“, sagt Bucher und bleibt skeptisch. Er setzt lieber auf Indonesien, das seit Dezember in den Kreis der verlässlichen Schuldner (Investmentgrade) aufgenommen wurde. „Damit kann der Staat Infrastrukturprojekte günstiger finanzieren.“ Die demokratisch gewählte Regierung habe zudem Entschädigungsansprüche der Bürger beim Straßenbau gesetzlich neu geregelt. Das werde Investitionen beschleunigen, so Bucher. Davon profitieren könnte das Bauunternehmen Wijaya Karya, kurz WiKa. Die DWS hat eingesehen, dass eine Erfolgsgebühr die Rendite des Fonds zu stark (mit jährlich vier Prozentpunkten seit 2009) belastet, und hat sie abgeschafft.

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