Fondstipp: EdR Europe Synergy: Übernahmewetten vom Banker der Könige

Fondstipp: EdR Europe Synergy: Übernahmewetten vom Banker der Könige

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Grafik: Fondsverlauf EdR Europe Synergy 2008-2011

Warum die WirtschaftsWoche den Aktienfonds Edmond de Rothschild Europe Synergy empfiehlt.

Die Rothschilds sind seit Jahrhunderten geschäftstüchtig und als Privatbank der Könige bekannt. Exklusiv sind auch die von der Privatbank angebotenen Investmentfonds – zumindest beim Preis. Der europäische Aktienfonds hat Anlegern 3,6 Prozent jährliche Kosten abgezogen. 1,24 Prozentpunkte entfielen allerdings auf eine Erfolgsgebühr, die Fondsmanager Philippe Lecoq erarbeitet hat. Er investiert das 1,5 Milliarden Euro schwere Portfolio in rund 40 Einzeltitel. Es sind Unternehmen, die sich in einem Umstellungsprozess befinden, etwa weil das Management wechselt, Kosten gesenkt werden müssen oder weil sie übernommen werden könnten. Aktien der Luxusmarke Bulgari hatte Lecoq drei Jahre im Depot, bevor der Kurs im März 2011 nach dem Übernahmeangebot vom Konkurrenten LVMH schlagartig um weitere 38 Prozent stieg. Erfolgreich war er auch bei Northumbrian Water. Der britische Wasserversorger wurde im Juli von Cheung Kong Infrastructure übernommen.

Und auf dieser Schiene hofft er in nächster Zeit auf weitere Erfolge. "In Phasen, in denen die Gewinne nicht mehr stark wachsen, aber positiv bleiben, gab es in der Vergangenheit die größten Zuwächse bei Übernahmen", sagt Lecoq. Mit weiter stark steigenden Gewinnen rechnet er angesichts der Krise im Euro-Land und dem in Europa nötigen Schuldenabbau nicht. Aber gesunde Unternehmen mit hohen Kassenbeständen und niedrigen Aktienkursen könnten eine Übernahmedynamik entfachen.

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Manche Firmenchefs müssten reagieren, denn ihre Milliardenpolster in der Kasse können sie derzeit nur mager verzinst anlegen. Entweder sie schütten sie als Dividende aus, oder sie kaufen sich Wachstum. Unter den deutschen Unternehmen sind für ihn Beiersdorf und K+S Kandidaten. Beiersdorf sei nicht groß genug, um auf dem Weltmarkt zu bestehen, das Geschäft in Schwellenländern sei unprofitabel. Eine Integration in Procter & Gamble könnte Marken wie Nivea und Tesa Schub geben. K+S könnten vom Rohstoffgiganten BHP Billiton übernommen werden, der nach einer gescheiterten Übernahme des K+S-Rivalen Potash Geld flüssig hat. Zudem seien, nachdem sich BASF von seiner K+S-Beteiligung getrennt hat, viele Aktien im Umlauf .

Die WirtschaftsWoche bewertet EdR Europe Synergy  mit einem Chance-/Risikoverhältnis von  7/6 (von 10).

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