Fondstipp: Espa Bond Brik Corporate: Staatsnahe Brasilianer statt wackliger Russen

Fondstipp: Espa Bond Brik Corporate: Staatsnahe Brasilianer statt wackliger Russen

Russische Anleihen zurückfahren, brasilianische Anleihen kaufen: Die Anlagestrategie bei Espa Brik Corporate könnte aufgehen.

„Auch wenn sie deutlich weniger verschuldet sind als die USA oder die europäischen Mittelmeerstaaten, können sich die Schwellenländer nicht von der aktuellen Krise abkoppeln“, sagt Fondsmanager Péter Varga von der Ersten Sparinvest. Sein Fonds investiert in Unternehmensanleihen aus Schwellenländern. "Die gegenüber dem Euro und -Dollar aufgewerteten heimischen Währungen schmälern die Exportchancen der asiatischen und süd-amerikanischen Staaten ebenso wie die schwächelnde Konjunktur in den Industrieländern", sagt Varga.  Vorsichtshalber hat er den Cash-Anteil des Fonds auf 20 Prozent erhöht – mehr darf er nicht. Zudem hat Varga den Anteil der hoch verzinsten Papiere mit Ramsch-Status zurückgefahren und kauft derzeit vor allem Kurzläufer, um mögliche Kursverluste bei künftigen Zinserhöhungen niedrig zu halten. Erst Ende Juli erhöhte die indische Notenbank den Zins von 7,5 auf 8,0 Prozent.

Momentan bevorzugt Varga vor allem Anleihen von Unternehmen mit starkem Staatseinfluss, beispielsweise den brasilianischen Ölförderer Petrobras. Derzeit hält der Staat Brasilien knapp die Hälfte der Aktien. „Petrobras ist für Brasilien so wichtig, dass notfalls der Staat einspringt, wenn es dem Unternehmen schlecht geht“, sagt Varga. Gleiches gelte für den russischen Energiekonzern Gazprom.

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Generell fuhr Varga den Anteil russischer Anleihen zurück, weil sie wegen der zuletzt unter Druck geratenen Rohstoffpreise zu stark schwankten. Zudem werde sich die finanzielle Lage Russlands verschlechtern, falls die Preise für Öl, Gas und Industriemetalle weiter sinken – ein Großteil der staatlichen Einnahmen stammt aus dem Rohstoffgeschäft. Um einen ausgeglichenen Haushalt sicherzustellen, brauche Moskau einen Ölpreis von mindestens 120 Dollar je Fass. Derzeit liege der Preis weiter unter diesem Limit. Russland müsse daher neue Schulden machen.

Anders als bei den hoch verschuldeten Staaten sei jedoch das durchschnittliche Ausfallrisiko für Zinspapiere von Unternehmen aus Schwellenländern bisher nicht gestiegen.

Die WirtschaftsWoche bewertet Espa Bond Brik Coporate mit einem Chance-/Risikoverhältnis von  7/7 (von 10).

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