Fondstipp: Frankfurter Aktienfonds: Nebenwerte aus der Sippenhaft befreien

Fondstipp: Frankfurter Aktienfonds: Nebenwerte aus der Sippenhaft befreien

Trotz des für Nebenwerte schwierigen Umfelds findet das Fondsmanagement des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen immer noch attraktive Perlen. Eine Einschätzung.

"Der Aktien-Crash ist keinesfalls durch, darüber sollte auch die zwischenzeitliche Erholung beim Dax nicht hinwegtäuschen", sagt Frank Fischer, Fondsmanager des Frankfurter Vermögensverwalters Shareholder Value Management. Fischer kauft hauptsächlich deutsche Nebenwerte. In Krisenzeiten wie jetzt investiert der Frankfurter Aktienfonds wie ein Mischfonds. Um nicht in den nächsten Kursrutsch hineinzulaufen, ist Fischer zu einem Viertel in Cash und Anleihen investiert. Zusätzlich wettet er mit Futures auf sinkende Kurse im Branchenindex Stoxx 600 Chemicals. "Schwächt sich die Konjunktur wie derzeit ab, trifft es zuerst die stark zyklischen Werte aus Chemie, Automobil und Stahl“, sagt ‧Fischer. Seine Vorsicht hat sich ausgezahlt. Der Fonds hielt sich zuletzt besser als der MDax.

Trotz des für Nebenwerte schwierigen Umfelds findet Fischer immer noch attraktive Perlen. Eine davon sei WMF. "Im Frühjahr schätzten die Analysten das operative Ergebnis noch auf fünf Prozent des Umsatzes, im Juli setzte das Unternehmen seine Prognose auf 6,5 Prozent hoch", sagt Fischer. Er halte WMF schon mehrere Jahre, habe aber im Juli noch einmal aufgestockt. Die derzeitige Schuldenkrise sei für Fischer zum Teil auch ein Segen, weil auch an sich solide Titel aus der Finanzbranche zu Unrecht in Sippenhaft genommen würden. So habe Fischer etwa die italienische Gruppo Mutui Online gekauft, eine Vertriebsplattform für Finanzprodukte, vergleichbar mit der deutschen Interhyp.

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Fischer geht allerdings nicht nur riskante Wetten ein, sondern mischt dem Fonds auch defensivere Titel bei, darunter den Fertiggerichtehersteller Frosta. "Die Produkte von Frosta waren bei einigen großen Lebensmittelketten aus den Regalen verschwunden, inzwischen sind sie neben Rewe auch bei Tengelmann im Sortiment", sagt Fondsmanager Fischer. Obwohl er die Gefahr einer Rezession in Europa sehe, meidet Fischer nicht alle konjunkturempfindlichen Titel. Eine Ausnahme macht er beispielsweise beim Dämmstoffhersteller Sto. "Auch wenn Sto an der Baukonjunktur hängt, macht die Klimapolitik der Bundesregierung und der EU die Aktie unempfindlicher gegen ein schwächeres Wirtschaftswachstum", sagt Fischer.

Die WirtschaftsWoche bewertet den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen mit einem Chance-/Risikoverhältnis von 7/7 (von 10).

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