Fondstipp: H2 Progressive: Pharmaprofite vom Professor

Fondstipp: H2 Progressive: Pharmaprofite vom Professor

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Grafik: Fondsverlauf H2-Progressive 2008-2011

Mit vertrauten deutschen Titeln machte der Mischfonds H2 Progressive ordentlich Rendite. Die Fondsmanager halten aber auch riskante Titel im Depot.

Professoren schalten von Theorie auf Praxis und steigen nebenbei in die Geldanlage ein. Einer der bekanntesten ist der emeritierte Professor Wolfgang Gerke, der Solar Millennium Invest als Aushängeschild dient. Der Mannheimer Professor Martin Weber gründete den kostengünstigen, aus Aktien, Anleihen und Rohstoffen bestehenden Mischfonds Arero Weltfonds. Christof Helberger, 2007 emeritierter Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre der TU Berlin, hat den H2 Progressive aufgelegt. Aktuell liegt er damit vor Weber: Während der Arero im Einjahresvergleich 3,9 Prozent verlor, legte der H2 Progressive 9,6 Prozent zu. Helberger führt fort, was er bereits 1988 mit einem Aktienclub begonnen hatte. Er kann in Aktien investieren, könnte die Fondsgelder aber auch verzinst anlegen. Das Timing hat jüngst gut funktioniert. Der Fonds war Ende Juni zu 67 Prozent in Aktien investiert, und die Quote wurde bis auf 40 Prozent reduziert. Abgesichert hat Helberger die Aktien mithilfe von Derivaten. Er nutzt Dax-Futures, um aus fallenden Aktienkursen Profit zu schlagen. Unterm Strich bleibt nur ein minimales Aktienrisiko.

Helberger konzentriert sich gern auf ihm vertraute deutsche Titel. Die stärkste Position im Depot ist das bayrische Biotechnologieunternehmen Morphosys, das mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 44 auf Basis der für 2011 erwarteten Gewinne extrem teuer wirkt. "Die Kennzahl ist nicht aussagekräftig. Der Gewinn ist niedrig, weil Erträge in Pharmaprojekte fließen, die Morphosys wertvoller machen", sagt Helberger. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann mit der Pharmapipeline ein Durchbruch gelinge. Helberger hält auch United Internet, Fresenius, Linde und BASF. Überraschenderweise finden sich auch riskante Mini-Rohstofftitel im Depot. Es sind die zur renommierten Hunter Dickinson Inc. gehörenden Aktien von Rathdowney-, Curis- und Northcliff Resources. Der mit 17 Millionen Euro eher kleine Fonds zog Anlegern 2010 2,9 Prozent Kosten ab und kassierte ein Prozent Erfolgsgebühr, weil er seinen Index überrundet hatte. Das ist in der Wertentwicklung berücksichtigt. Sollte Helberger allerdings mal schwächeln, wird’s bei dem Kostenblock ungemütlich.

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Die WirtschaftsWoche bewertet H2 Progressive mit einem Chance-/Risikoverhältnis von  5/5 (von 10).

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