Fondstipp: ING Mena: Aggressive Wette auf arabischen Frieden

Fondstipp: ING Mena: Aggressive Wette auf arabischen Frieden

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Grafik: Fondsverlauf ING MENA 2010-2011

Die Unruhen in Nordafrika machen Anleger nervös, bieten aber auch Chancen. Der gemischte Investmentsfonds ING Mena, der viele afrikanische Werte im Portfolio hält, scheint gut aufgestellt.

Eine alte Börsenweisheit rät zum Aktienkauf, wenn Kanonen donnern. Demnach wäre es jetzt Zeit, in Fonds mit dem Kürzel MENA zu investieren, das für „Middle East, North Africa“ steht. Sie sind meist ähnlich gemischt wie der ING-MENA-Fonds. Bei ihm stecken rund 20 Prozent des Fondsvolumens in Aktien aus Saudi-Arabien, zweitstärkster Markt ist Ägypten mit einem Anteil von etwa 13 Prozent, kleinere Bestände gibt es in Katar, Kuwait, Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien. Da Libyen keinen funktionierenden Kapitalmarkt hat, ist es kein Ziel für Fondsmanager. Deren größte Angst ist, dass die Unruhen Saudi-Arabien destabilisieren. Der dortige König reagierte bereits, indem er Wohltaten in Höhe von 36 Milliarden Dollar an sein Volk verteilt. Er hat Löhne erhöht, zahlt erstmals Arbeitslosenhilfe und will Wohnungen bauen. Libyen destabilisiert die Lage in Ägypten, meint Maarten-Jan Bakkum, Schwellenländerspezialist beim Fondshaus der niederländischen Bank ING: "Libyens Diktator Gaddafi wollte viel Geld in die ägyptische Energiebranche investieren. Daraus wird wohl nichts."

Dividende mit Fliesen

Da auch innerägyptische Investitionen und der Konsum unter politischer Unsicherheit leiden werden, rechnet Bakkum damit, dass die Wirtschaft nur noch um drei Prozent wächst. "Für ein Land mit derart starkem Bevölkerungszuwachs ist das eine schwache Leistung. Niedrige Steuereinnahmen dürften zudem dass Ägyptische Pfund schwächen." Mit dem Stahlhersteller EZZ Steel gehört nur ein Wert aus dem ägyptischen Leitindex EGX30 zu den wichtigen Titeln des Fonds, mit einem Anteil um zwei Prozent. Der Fliesenhersteller RAK Ceramics aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist mit fünf Prozent hoch gewichtet. Bauvorhaben in Saudi-Arabien kommen ihm zugute. Öl-Dienstleister Gulf International Services aus Katar profitiert vom Ölpreisanstieg.

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Wenn die Börse Kairo nach einmonatiger Schließung öffnen sollte, zeichnet sich ab, ob große Indextitel wie Orascom Construction und Orascom Telecom bei Börsianern eine Chance haben. Der Mubarak nahestehende Sawiri-Clan lenkt die Gruppe.

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