Fondstipp: Kapital Plus: Pimco fliegt raus, und Frankfurt macht alles

Fondstipp: Kapital Plus: Pimco fliegt raus, und Frankfurt macht alles

Nach Jahren der Übermacht des weltgrößten Anleihenmanagers Pimco will man in Frankfurt jetzt beweisen, dass nicht nur die Kalifornier etwas von Fonds verstehen.

Jahrelang entschied der weltgrößte Anleihenmanager Pimco, der seit 1999 zum Allianz-Konzern gehört, welche Zinspapiere in den Mischfonds Kapital Plus kommen. Da stets etwa 70 Prozent des 422 Millionen Euro-Fonds von Allianz Global Investors (AGI) aus Anleihen bestehen, hatte das Geschick von Pimco großen Einfluss auf die Performance. Die Amerikaner haben offenbar keine großen Fehler gemacht. Papiere aus den Euro-Schuldenstaaten Griechenland und Portugal waren schon 2011 nicht mehr im Portfolio. Italienische Anleihen hatten nur einen Anteil von knapp vier Prozent, Spanien war Mitte 2011 zwar noch mit einem Anteil von 15 Prozent stark vertreten, der wurde aber auf etwa 2,5 Prozent reduziert. Dahinter stecken Staats- und Bankanleihen wie der staatlichen spanischen Förderbank Instituto de Crédito Oficial.

Weil der Allianz-Konzern seine beiden Tochtergesellschaften AGI und Pimco getrennt hat, ist jetzt aber der Frankfurter AGI-Manager Johannes Reinhardt für die Anleihen zuständig. Der meist 30-prozentige Aktienanteil bleibt unverändert bei Thorsten Winkelmann. Letztlich verantwortlich für den Fonds ist wiederum Stefan Kloss. Er setzt die Einzelkomponenten der Kollegen zusammen. Statt sich mit Managern vom Pimco-Stammsitz Newport Beach in Kalifornien abzustimmen, geht er nur über den Flur. Kloss muss jetzt auch nicht mehr die mitunter abweichenden Meinungen zur Konjunkturentwicklung von Pimco und AGI unter einen Hut bringen. Nach Jahren der Pimco-Übermacht will Frankfurt beweisen, dass nicht nur die Kalifornier etwas von Anleihen verstehen.

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Kloss will, trotz der jüngsten Kurserholung, weiter keine Bankaktien im Portfolio haben. "Aktuell finden wir kaum eine Bank, die über mittelfristige Wachstumsmöglichkeiten verfügt." Die Branche leide einfach zu stark unter der künftigen Regulierung, zum Beispiel den härteren Vorschriften für ein höheres Eigenkapital.

Pleitegehen sehen die AGI-Manager die Banken allerdings nicht, deshalb kaufen sie Bankanleihen. Sie machen rund zehn Prozent des Fondsvolumens aus. Deren Rückzahlung hält Kloss für sicher, zudem böten sie deutlich attraktivere Renditen als Staatsanleihen.

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