Fondstipp: Premium Management IA: Kurzer Vergleich oder langer Prozess

Fondstipp: Premium Management IA: Kurzer Vergleich oder langer Prozess

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Grafik: Fondsverlauf Premium Management IA 2008-2011

Der Immobilendachfonds Premium Management Immobilien Anlagen hat nicht genug Geld flüssig, um alle Anleger auszuzahlen, und wird jetzt schrittweise aufgelöst. Eine Einschätzung,

50.000 Commerzbank-Kunden müssen sich entscheiden: Die Bank nimmt ihnen Anteile an dem Immobiliendachfonds Premium Management Immobilien Anlagen (PMIA) bis zum 15. September für je 43,38 Euro ab, wenn sie den Fonds vor dem 27. September 2010 bei ihr gekauft haben. Ein Verkauf zum offiziellen Preis von 47,35 Euro ist nicht möglich. Der Fonds hat nicht genug Geld flüssig, um alle Anleger auszuzahlen, und wird jetzt schrittweise aufgelöst. In dem Dachfonds stecken viele offene Immobilienfonds, die ebenfalls illiquide sind und abgewickelt werden. Sie versuchen, ihre gesamten Immobilien zu verkaufen. Das dauert. Der TMW Immobilien Weltfonds, der etwa zwölf Prozent des PMIA ausmacht, hat bis 2014 Zeit. Der Morgan Stanley P2 Value mit 4,7 Prozent Anteil, soll bis 2013 alle Gebäude los sein. Die Commerzbank vermeidet mit dem Vergleichsangebot Prozesse und miese Schlagzeilen.

Sauer sind vor allem Kunden, denen ein Umstieg vom Hausinvest Europa in den PMIA empfohlen wurde.

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"Zwar ist der Vergleichsbetrag 20 Prozent höher als der aktuelle Börsenkurs. Aber er berücksichtigt weder den tatsächlich investierten Betrag noch entgangene Gewinne, auf die Anleger Anspruch haben, wenn sie mit Klagen wegen Beratungsfehlern erfolgreich sind", sagt Alexander Meyer, Rechtsanwalt in der Kanzlei Nittel in Heidelberg. Kämpferische Anleger mit viel Zeit zahlen für Anwalt und Gericht und hoffen auf den Erfolg. Wer das Geld jetzt komplett braucht, muss das Angebot annehmen. Schlägt die Bank in der Abwicklung mehr heraus als den Vergleichskurs, bekommt er noch mal einen Nachschlag. An der Börse wird mit PMIA spekuliert. Anleger kaufen in Hamburg für 35,60 Euro, bekommen im Oktober eine Ausschüttung in Höhe von 19 Euro und wetten darauf, dass der Börsenpreis die Differenz zum offiziellen Preis aufholt.

Vorsicht: In den offiziellen Preis des PMIA fließen auch die Einzelfonds mit ihrem offiziellen Preis ein, und nicht mit dem im Schnitt 30 Prozent niedrigeren Börsenwert. Die offiziellen Preise aber sind zu hoch. Immobilienverkäufe lahmen, Fonds müssen Objekte abwerten, so wie Morgan Stanley im August in Frankfurt.

Die WirtschaftsWoche bewertet Premium Management Immobilien Anlagen mit einem Chance-/Risikoverhältnis von  4/4 (von 10).

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