Fondstipp: Prime Values Growth: Selbst Tepco steckt in Umweltportfolios

Fondstipp: Prime Values Growth: Selbst Tepco steckt in Umweltportfolios

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Grafik: Fondsverlauf Prime Values Growth 2010-2011

von Heike Schwerdtfeger

Im Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitfonds verzichten die Fondsmanager von Prime Values Growth auf Titel von Atomstrom-, Öl-, oder Waffenproduzenten.

Immer mehr Anleger wollen neben einer guten Rendite auch das Gefühl haben, dass ihr Geld sinnvoll angelegt wird. Mit dem Versprechen locken Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds. Im vergangenen Jahr deckte das Desaster um den Ölkonzern BP allerdings Schwächen auf. Manche Fonds hielten die BP-Aktie noch lange im Bestand, obwohl aus dem Bohrloch des Unternehmens im Golf von Mexiko Öl austrat und die Umwelt verseuchte. In diesem Jahr sorgt der japanische Atomkonzern Tepco für den nächsten Imageschaden. Er steckte in asiatischen Nachhaltigkeitsindizes des Schweizer Hauses SAM sowie im HSBC Climate Change. Der Fonds soll in Aktien aus den Bereichen Umwelt und Ökologie investieren. Die wenigsten Anleger bringen aber Atomkonzerne mit Ökologie in Verbindung.

Wer Atomstrom, Öl- oder Waffenproduzenten meiden will, muss auf Fonds von strenger auswählenden Anbietern setzen. Misch-Portfolios aus Aktien und Anleihen wie der Prime Values Growth senken dabei das Verlustrisiko. Die für ihn verantwortliche Schweizer Vermögensverwaltung, die seit 2010 zur Privatbank Hauck &Aufhäuser gehört, siebt ihre Investments ordentlich. Monatlich diskutiert ein fünfköpfiges Ethikkomitee aus Wissenschaftlern und Branchenexperten über die Unternehmen.

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Derzeit hält der Fonds unter anderem Aktien des belgischen Recyclingspezialisten Umicore, des Technologieunternehmens Schneider Electric, das intelligente Stromnetze entwickelt, sowie von Europas größtem Kupferproduzenten Aurubis. "Beim Ausbau der Stromnetze für erneuerbare Energien wird Kupfer benötigt. Aurubis ist bei der Produktion fortschrittlich, weil sie den eigenen Energieverbrauch senken", sagt Fondsmanager Roman Limacher.

40 Prozent der Gelder liegen in Anleihen, deren Emittenten ebenfalls den hauseigenen Nachhaltigkeitstest bestanden haben. Das sind zum Beispiel die KfW-Bankengruppe oder der Baustoffhersteller Holcim. Viele Anleihen sind variabel verzinste sogenannte Floater, deren Rendite sich automatisch der Entwicklung der Kapitalmarktzinsen anpasst.

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