Fondstipp: Vontobel European Value: Mit Sonnenbrille und Kippe durch die Krise

Fondstipp: Vontobel European Value: Mit Sonnenbrille und Kippe durch die Krise

Der Fondsmanager von Vontobel European Value meidet wegen der Staatsschuldenkrise weiterhin Finanzwerte, ganz aus den Krisenstaaten will er sich aber nicht verabschieden. Das zahlt sich aus.

"Es ist unklar, ob die Fiskalunion den Euro auf Dauer erhalten kann", sagt Vontobel-Fondsmanager Matthew Benkendorf. Es bestehe immer noch die Gefahr, dass sich die Griechen aus innenpolitischen Gründen weigern, weiterhin die Vorgaben vom Internationalen Währungsfonds und der EU zu erfüllen. Dies würde die Finanzmärkte wieder stärker unter Druck setzen.

Er werde daher weiterhin Bankaktien meiden, so Benkendorf. Allenfalls Versicherungen hole er gelegentlich ins Portfolio. Im vergangenen Jahr war Benkendorf zeitweise bei Münchener Rück investiert. Inzwischen habe er die Aktie wieder verkauft, weil Zweifel bestünden, ob der Rückversicherer seine Ertragslage schnell verbessern könne. Vorstandschef Nikolaus von Bomhard macht dagegen auf Optimismus. Für dieses Jahr verspricht er 2,5 Milliarden Euro Gewinn, nach mageren 712 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

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Zwar meidet Benkendorf wegen der Staatsschuldenkrise weiterhin Finanzwerte, ganz aus den Krisenstaaten will er sich aber auch nicht verabschieden. Bisweilen, so Benkendorf, fänden sich dort unterbewertete Perlen, etwa der italienische Brillenhersteller Luxottica, dem unter anderem die Kultmarke Ray Ban gehört. Wegen guter Zahlen fürs vierte Quartal 2011 legte die Aktie in diesem Jahr um 26 Prozent zu. Zum Vergleich: Der Index MIB stieg nur um 8,7 Prozent.

Derzeit setzt Benkendorf vor allem auf wenig krisenanfällige Titel, beispielsweise die Tabakaktien Philip Morris und BAT. „Raucher sind loyale Kunden, die ihr Kaufverhalten in der Krise kaum ändern“, sagt Benkendorf. Auch die Unternehmen selbst haben zuletzt einiges getan, um attraktiver zu werden. So kürzte BAT die Produktionskosten und erhöhte in Schwellenländern gleichzeitig die Preise, was die Margen steigen ließ.

Gute Perspektiven sieht Benkendorf auch für Konsumaktien mit einem hohen Umsatzanteil in Schwellenländern, beispielsweise Unilever und Anheuser Busch: Unilever macht etwa 40 Prozent seines weltweiten Umsatzes mit Nahrungsmitteln, Haushaltsreinigern und Kosmetik in Asien, Afrika und Osteuropa, Anheuser Busch verkauft in Mittel- und Südamerika mehr Hektoliter Bier als in den USA und Kanada zusammen.

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