Fondstipp: Zantke Euro High Yield: Kapitalspritze hilft

Fondstipp: Zantke Euro High Yield: Kapitalspritze hilft

Der von Dietmar Zantke gelenkte High-Yield-Fonds legte in diesem Jahr bereits 6,8 Prozent zu. Mit neuen Papieren von Haniel und Schaeffler will er weiter zulegen.

Einen guten Jahresstart bescherte die Europäische Zentralbank hochverzinsten Unternehmensanleihen (High Yield). Emittenten sind Unternehmen, die enorm verschuldet sind und deren Pleiterisiko die Ratingagenturen als hoch einstufen. Als die EZB den Banken im Dezember milliardenschwere Liquiditätshilfen zu nur einem Prozent Zinsen überließ, begann die Rally der Hochprozenter. Ende Februar wird die EZB weiteres Geld nachschießen. Haben Banken genug Liquidität, sind sie eher bereit, Kredite zu verlängern. Das verbessert die Lage der Schuldenmacher. Durch die Kursgewinne ist die Rendite der im Zantke-Euro-High-Yield-Fonds enthaltenen Papiere von im Schnitt neun auf sieben Prozent gefallen.

Wenn Renditen fallen, steigen die Kurse bereits ausgegebener, höher rentierlicher Anleihen. Deshalb legte der von Dietmar Zantke gelenkte Fonds in diesem Jahr bereits 6,8 Prozent zu. Akzeptable Konjunkturaussichten gäben Unternehmen Rückenwind.

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"Der Markt geht davon aus, dass 44 Prozent der Emittenten in Europa in den kommenden fünf Jahren pleitegehen", sagt Zantke. Tatsächlich seien aber in den vergangenen 26 Jahren im Schnitt der Fünfjahreszeiträume laut Moody’s nur 18 Prozent der Unternehmen Zahlungen schuldig geblieben. Das Pleiterisiko sinkt, wenn die Renditen fallen, weil Unternehmen sich dann am Kapitalmarkt relativ günstiger refinanzieren können. Zantke meidet Anleihen portugiesischer Emittenten wie die des Telefonanbieters Portugal Telecom. "Die Renditen sind hoch, aber auch das Risiko eines Euro-Austritts." Zantke erwartet für diesen Fall eine Pleitewelle, weil Unternehmen in Euro aufgenommene Schulden mit einer schwachen nationalen Währung schwer zurückzahlen könnten. Lieber sind ihm polnische Schuldner mit teils neunprozentiger Rendite wie der Medienkonzerns TVN und der Telekomanbieter Polkomtel. "Polen könnte den Zloty abwerten, aber derzeit läuft die Wirtschaft gut", sagt Zantke.

Zugegriffen hat er jüngst bei neuen Papieren vom Mischkonzern Haniel (Metro) und dem Autozulieferer Schaeffler. "Bis 2015 hat Schaeffler keine bedeutenden Kredite fällig, außerdem läuft das Geschäft gut", sagt Zantke.

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