ThemaAktien & Börse

alles zum Thema

Gastkommentar: Gewinnwarnungen

Gastkommentar: Der Euro führt zu sozialen Unruhen

« 2 / 2

Gewinnwarnungen

Platz 10: Lufthansa

Nach einem leichten Kurs-Hoch von elf Euro im Februar, sackte die Lufthansa Aktie im Juni auf den seit 2009 nicht mehr erreichten Tiefstand von acht Euro ab. Derzeit ist der Lufthansa-Kurs ist im leichten Aufwärtstrend und pendelt sich auf einem Wert von 9,60 Euro pro Stück ein. 

ISIN: DE0008232125

Gehandelte Stücke im ersten Halbjahr 2012: 614 Millionen

Gehandeltes Volumen: 20 Milliarden Euro

Bild: dapd

Die spürbare „Schwäche in der Weltwirtschaft“ veranlasst den weltweit größten Logistikkonzern FedEx, massive Einsparmaßnahmen zu ergreifen, während das Jahresgewinnziel zugleich ordentlich eingedampft wurde. Doch nicht nur der als sehr verlässliches Konjunkturbarometer geltende Logistiker FedEx meldete „Land unter“, sondern es hagelte im September über fast alle Branchen hinweg Gewinnwarnungen.

So wurden Investoren zum Beispiel ebenso enttäuscht vom Luxuskonzern Burberry, vom Industrie- und Autozulieferer Infineon sowie vom ebenfalls als guter Seismograf für den Zustand der Weltkonjunktur geltenden weltgrößten Baumaschinenhersteller Caterpillar. („Und wir gehen von einem kraftlosen und nur bescheidenen Wachstum bis 2015 aus!“)

weitere Artikel

Zwar konnten die deutschen Automobilhersteller, die als Schlüsselindustrie im vergangenen Jahr  177,3 Milliarden Euro zum deutschen Exporterfolg beitrugen, den Absturz der PKW-September-Verkäufe im Süden Europas (-29 Prozent) und in Deutschland (-10,9 Prozent) noch einmal mit guten Verkäufen in China und in den USA kompensieren, doch auch dort mehren sich die Warnsignale. So vermelden die australischen Minenbetreiber erheblich nachlassende Rohstoffexporte in Richtung China, was die große Hoffnung auf die konjunkturelle Rettung durch den bisherigen Wachstumsmotor der Weltwirtschaft enttäuschen könnte.

Zudem drohen auch aus dem wahlkämpfenden „Konjunktur-Wunderland“ USA schon in Kürze große Unsicherheiten. Schließlich ist noch völlig unklar, wie die USA die vereinbarten Einsparungen von rund 500 Milliarden Dollar („fiscal cliff“) ohne Rückfall der US-Wirtschaft in die Rezession meistern wollen.  

In den meisten Ländern der Eurozone geht es dagegen schon jetzt deutlich nach unten. Die Auswirkungen des Experiments der „Eliten“ in Brüssel, den Euro um jeden Preis „retten“ zu wollen, sind in den Peripheriestaaten geradezu katastrophal. Der Versuch, die Staatshaushalte nur mit Steuererhöhungen, Lohnsenkungen und Kürzungen von Sozialleistungen konsolidieren zu wollen, führt wegen der massiv einbrechenden Nachfrage zu einer noch stärker schrumpfenden Wirtschaftsleistung und einer immer dramatischer steigenden Arbeitslosigkeit.

Die Gemeinschaftswährung ist auf dem besten Weg den Frieden in Europa zu ruinieren, denn die sich mittlerweile in den Peripherie-Ländern manifestierende „No-future“-Perspektive wird die Massenproteste der Bevölkerungen wahrscheinlich weiter eskalieren lassen. Auch in Spanien und Portugal werden soziale Unruhen jetzt immer wahrscheinlicher.

Anzeige

In einem wirtschaftlich und politisch zunehmend schwieriger werdenden Umfeld sollten Gold, Silber und die Aktien der Edelmetallminenbetreiber zunehmend von ihrer Rolle als sicherer Hafen profitieren.

9 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.10.2012, 12:23 UhrSiggi40

    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-Eurolaender-muessen-sich-trennen/story/27124507

    «Die Euroländer müssen sich trennen»
    Für Heiner Flassbeck ist der Euro nicht mehr zu retten. Aus Sorge um die politische Integration empfiehlt der UNO-Ökonom den Ausstieg aus der Währungsunion.

    Bis dato ist 1:1 alles eingetreten, was Wirtschaftswissenschaftler und Ökonomen bereits vor der Euroeinführung kritisierten. Der Euro, der Spaltpilz Europas, wurde entgegen jeglichem ökonomischem Sachverstand und Logik eingeführt. Er war lediglich ein politisches Projekt, das Frankreich für die Zustimmung zur deutschen Einheit forderte, weil es sich vor der Wirtschaftskraft eines vereinten Deutschlands fürchtete.
    .... Jetzt sind wir gleich doppelt bestraft - mit dem Euro und der deutschen Einheit. Der Euro hat uns bis dato mind. 1000 Milliarden gekoste t und jeden Tag werden es mehr, und die deutsche Einheit sogar 2000 Milliarden Teuro, auf einen nach oben offenen Fakelaki-Skala, ohne einen selbsttragenden Aufschwung auszulösen.

    Die Milliarden der Solidarpaktmittel werden schon seit Jahren nicht mehr für den dafür vorgesehenen, vertraglich vereinbarten Zweck verwendet, sondern illegal für den privaten Konsum abgezweigt.

    Milliardengrab Aufschwung Ost. Report über die Geldverschwendung in den neuen Bundesländern, Spiegel Nr. 7, 13. Februar 1995.
    Wo genau das Geld geblieben ist, wieviel davon mit hoher krimineller Energie umgeleitet wurde auf private Konten, wieviel einfach durch überhöhte Kosten oder mangelnde Rechnungsführung, völlig legal, verschleudert wurde, weiß so recht niemand.
    "Ein Drittel der Mittel", schätzt Rechnungshofpräsident Schröder, sei vermutlich "ohne jede Kontrolle durch die Aufsichtsbehörden" ausgegeben worden. "10% oder mehr" des gesamten Fördergeldes, rechnet der Finanzexperte, könnten womöglich ganz "versandet und versickert" sein.
    Die PIIG(F)S sind also nur sehr lernfähig, von unseren eigenen Griechen, direkt vor unserer Haustüre.

  • 15.10.2012, 11:16 UhrValentin

    All die Folgen die namhafte Ökonomen vor Einführung des Euro aufgezeigt haben sind eingetreten. Anstatt jetzt die Fehler zu korrigieren fährt die (nicht lernfähige )Politik den "Karren" weiter in den Graben. Die Steuerzahler werden belastet,die Sparer schleichend enteignet, nachfolgenden Generationen eine Hypothek aufgebürdet die diese nicht schultern können. Vor Einführung des Euro haben die Länder der EU f r e i w i l l i g am Einigungsprozeß gearbeitet u. mit seit Jahrhunderten entstandene Mentalität und Wirtschaftskultur gewirtschaftet. Mit dem Euro wurde ihen eine Zwangsjacke verpasst. Jetzt sagen ihnen andere was sie zu tun haben, was die Menschen wie eine "Besatzungsmacht" empfinden.Wut und Haß entstehen.Alls das was vor dem Euro erreicht wurde kann ganz schnell verloren gehen. Noch nie in der Geschichte haben sich Völker eine "Besatzungsmacht" lange gefallen lassen. Der Euro ist zum Spaltpilz geworden.

  • 15.10.2012, 10:16 Uhrwulff

    Der Crash kommt.
    Natürlich werden die Aktien dramatisch fallen, angesichts der kommenden Finanz- und Wirtschaftskatastrophen.

    Lt.Handelsblatt haben die DAX-Aktienbesitzer in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 8,8% Zuwachs pro Jahr erhalten.

    Wenn man die wahre Inflation herausrechnet, ergibt sich ein beträchtlicher Wertverlust.

    Dagegen haben schlaue Goldkäufer 31,4% Rendite p.a. erhalten und noch intelligentere Silberkäufer sagenhafte 42,8 % Rendite erzielt.

    Edelmetallbesitzer können selbst die schlimmste Inflation überstehen, denn nicht die Edelmetalle verlieren ihren Wert, sondern das billionenfach neugedruckte, ungedeckte Papier-Scheingeld.

Alle Kommentare lesen

Tool: Immobilienscout24

Immobilien-Wertfinder

Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet.

weitere Fotostrecken

Blogs

Es kann bis 9000 gehen
Es kann bis 9000 gehen

Die Rally läuft, und sich dagegen zu stemmen, ist gefährlich. Mindestens ein kräftiger Schub sollte noch kommen – nach...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche

    Folgen Sie uns im Social Web

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.