Bild: dpaCommerzbank (aktueller Kurs: 1,26 Euro)
Die teilverstaatlichen Bank erzielte in den vergangenen zwölf Monaten 49 Cent Verlust pro Aktie. Das Jahr 2012 soll sie Schätzungen zufolge mit 23 Cent Gewinn je Aktie abschließen, 2013 könnten sogar 30 Cent drin sein.
Bild: dapdSolarworld (aktueller Kurs: 1,34 Euro)
Der Konkurrenzdruck aus Asien ist groß, Überkapazität führt zu einer Bereinigung im Solarsegment. Hoffnung könnte eine Anti-Dumping-Klage geben, die Solarworld und andere Hersteller bei der EU-Kommission eingereicht haben.
Bild: dapdHeidelberger Druckmaschinen (aktueller Kurs: 1,04 Euro)
Druckereien halten sich mit der Anschaffung neuer Maschinen zurück. Heidelberger Druck macht denn auch im zweiten Quartal erneut ordentlich Verlust (74 Millionen nach 46 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum). Bis Jahresende könnte sich die Lage etwas entspannen.
Bild: dpaNokia (aktueller Kurs: 2,18 Euro)
Auf dem Smartphone-Markt bekommt Nokia keinen Fuß in die Tür. Im zweiten Quartal vervierfachte sich der Verlust gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,4 Milliarden Euro (Nettobarbestand: 4,2 Milliarden Euro). Doch die Finnen haben die Wende schon einmal geschafft: Ursprünglich stellte Nokia einst Gummistiefel her. Das neue Telefonmodell Lumia lässt hoffen.
Bild: dapdPraktiker (aktueller Kurs: 1,24)
Die Marke Max Bahr soll’s richten. Die Baumarktkette Praktiker will sie weiter ausbauen, 120 der 230 Praktiker-Märkte auf die Marke umstellen. Bis 2014 läuft ein Sanierungsprogramm, hinter den Kulissen allerdings auch ein Machtkampf der Großaktionäre.
Bild: dapdUniCredit (aktueller Kurs: 2,93 Euro)
Etwas für besonders Mutige: Der Gewinn der italienischen Großbank ist im zweiten Quartal stark eingebrochen – um zwei Drittel auf 169 Millionen Euro. UniCredit erzielt zudem einen Großteil der Einnahmen in Italien und hält italienische Staatsanleihen in Höhe von 41 Milliarden Euro.
Bild: dapdAlcatel-Lucent (aktueller Kurs: 0,95 Euro)
Der französische Telekomkonzern muss sparen. 5000 Stellen – 6,4 Prozent aller Stellen – sollen gestrichen werden. Geht der Sparkurs auf, der bis Ende 2013 rund 1,25 Milliarden Euro Kosten einsparen soll, dürfte auch der Aktienkurs steigen.
Bild: APTelecom Italia (aktueller Kurs: 0,74 Euro)
Der italienische Konzern ist bereits in die Gewinnzone zurückgekehrt. Deshalb hält er auch an der Zahlung einer Dividende fest. Dennoch spürt Telecom Italia die Rezession. Im ersten Halbjahr sank der Gewinn um 1,6 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro. Die Schulden summieren sich auf 30,4 Milliarden Euro – 800 Millionen weniger als zuvor.
Bild: dpaConstantin Medien (aktueller Kurs: 1,44 Euro)
Das Medienunternehmen schreibt rote Zahlen. Doch die sind zumindest fürs vergangene Jahr besser ausgefallen als erwartet. 2012 könnte sich der Trend fortsetzen. Geplant ist eine schwarze Null – ein Hoffnungsschimmer.
Bild: dpaSky Deutschland (aktueller Kurs: 2,71 Euro)
Am 14. August kommen zahlen und die –so die Erwartungen – sollen gut sein und die Wende zementieren. Schon das erste Quartal war profitabel. Mit Promis wie Harald Schmitt oder Lothar Matthäus als Experten will der Sender weiteres Wachstum generieren.
Commerzbank (aktueller Kurs: 1,26 Euro)
Die teilverstaatlichen Bank erzielte in den vergangenen zwölf Monaten 49 Cent Verlust pro Aktie. Das Jahr 2012 soll sie Schätzungen zufolge mit 23 Cent Gewinn je Aktie abschließen, 2013 könnten sogar 30 Cent drin sein.
Im September und Oktober geht es an den Börsen erfahrungsgemäß turbulent zu. Das gilt auch wieder für dieses Jahr. Dafür sorgt allein schon die Bündelung wichtiger Termine, die in nächster Zeit anstehen: An diesem Freitag wird Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank Fed, aus Anlass des traditionellen Zentralbankertreffens in Jackson Hole im US-Staat Wyoming eine mit Spannung erwartete Rede halten. Spannend verspricht es auch bei der Pressekonferenz der EZB am Donnerstag in einer Woche zu werden. Und während nicht nur die ganze Eurozone dem 12. September entgegenfiebert, weil dann das deutsche Bundesverfassungsgericht ein Machtwort zum Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM sprechen soll, will die EU-Kommission bereits am 11. September einen brisanten Gesetzentwurf vorlegen: Demzufolge ist offenbar vorgesehen, dass die EZB vom nächsten Jahr an alle Banken der Eurozone kontrolliert.
Für Börsenturbulenzen, die sich aus solchen Ereignissen bekanntlich immer wieder ergeben, ist also reichlich gesorgt. Das birgt für Anleger gewisse Risiken, vor allem aber auch Chancen, diese vornehmlich zum Kauf von Aktien, die nervöse Anleger in solchen Phasen panikartig verkaufen. Wobei die schnelle Abfolge der genannten Termine, die entsprechenden Reaktionen der Märkte und Medien, nicht zu vergessen die in Bruchteilen von Sekunden reagierenden Computerprogramme, als Verstärker wirken werden.
Bild: Creative Commons-LizenzUnderberg
Underberg ist auf gesättigten Märkten unterwegs, Anleger dürsteten trotzdem nach der anleihe des Spirituosenherstellers.
Bild: PRSeidensticker
Siebenfach überzeichnet war das Papier von Seidensticker zur Emission.
Bild: PRZamek
60 Prozent mehr Nettoschulden als noch eineinhalb Jahre zuvor hatte Zamek Ende 2011.
Bild: dpaSchalke
Fünf Prozent verloren Schalke-Fans in kürzester Zeit mit der neuen Anleihe der Königsblauen
Bild: dpa/dpaweb
Underberg
Underberg ist auf gesättigten Märkten unterwegs, Anleger dürsteten trotzdem nach der anleihe des Spirituosenherstellers.
Der VDax hilft beim Timing
Wie können private Anleger davon überhaupt profitieren? Ausgangspunkt ist die hier schon mehrfach vertretene These, dass Aktien als Sach- und Ertragswerte – neben den Edelmetallen Gold und Silber als reinen Sachwerten – Anleger letztlich vor den schlimmsten finanziellen Folgen der Schuldenkrise schützen, nämlich Kaufkraftschwund und Enteignung. Dass Aktien also trotz noch so erratischer Kursschwankungen auf Sicht der nächsten Jahre für Kaufkraft- und Eigentumserhalt sorgen werden. Zur Optimierung der Schutzfunktion empfehlen sich: eine gute Aktienauswahl, passendes Timing und die Verteilung der Kaufaufträge über Wochen oder sogar Monate.
Der Aktienauswahl nach der relativen Stärke habe ich hier vor drei Wochen einen ganzen Beitrag gewidmet. Heute nur so viel: Aktien, die in diesem September und Oktober besser abschneiden werden als andere, ermittelt etwa durch Vergleiche der Dax- und MDax-Werte, dürften kaufenswert sein. Generell zum Timing bei deutschen Aktien: Seit Ausbruch der Finanzkrise hat sich der VDax als zuverlässiger Indikator bewährt; V steht für Volatilität, also Schwankungsstärke. Immer wenn er ein Hoch überschritt und anschließend fiel, ohne erneut in die Nähe des Hochs zu geraten, empfahl sich der Kauf deutscher Aktien. Das war vor der Jahreswende 2008/09 besonders beeindruckend, ferner im Oktober 2011 und im Juli 2012.
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