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kolumne Gbureks Geld-Geklimper: Aktien systematisch kaufen

September und Oktober versprechen, unruhige Börsenmonate zu werden – für potenzielle Aktienkäufer wieder ein günstiger Anlass, mithilfe zuverlässiger Indikatoren einzusteigen.

Commerzbank (aktueller Kurs: 1,26 Euro)

Die teilverstaatlichen Bank erzielte in den vergangenen zwölf Monaten 49 Cent Verlust pro Aktie. Das Jahr 2012 soll sie Schätzungen zufolge mit 23 Cent Gewinn je Aktie abschließen, 2013 könnten sogar 30 Cent drin sein.

Bild: dpa

Im September und Oktober geht es an den Börsen erfahrungsgemäß turbulent zu. Das gilt auch wieder für dieses Jahr. Dafür sorgt allein schon die Bündelung wichtiger Termine, die in nächster Zeit anstehen: An diesem Freitag wird Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank Fed, aus Anlass des traditionellen Zentralbankertreffens in Jackson Hole im US-Staat Wyoming eine mit Spannung erwartete Rede halten. Spannend verspricht es auch bei der Pressekonferenz der EZB am Donnerstag in einer Woche zu werden. Und während nicht nur die ganze Eurozone dem 12. September entgegenfiebert, weil dann das deutsche Bundesverfassungsgericht ein Machtwort zum Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM sprechen soll, will die EU-Kommission bereits am 11. September einen brisanten Gesetzentwurf vorlegen: Demzufolge ist offenbar vorgesehen, dass die EZB vom nächsten Jahr an alle Banken der Eurozone kontrolliert.

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Für Börsenturbulenzen, die sich aus solchen Ereignissen bekanntlich immer wieder ergeben, ist also reichlich gesorgt. Das birgt für Anleger gewisse Risiken, vor allem aber auch Chancen, diese vornehmlich zum Kauf von Aktien, die nervöse Anleger in solchen Phasen panikartig verkaufen. Wobei die schnelle Abfolge der genannten Termine, die entsprechenden Reaktionen der Märkte und Medien, nicht zu vergessen die in Bruchteilen von Sekunden  reagierenden Computerprogramme, als Verstärker wirken werden.

Underberg

Underberg ist auf gesättigten Märkten unterwegs, Anleger dürsteten trotzdem nach der anleihe des Spirituosenherstellers.

Bild: Creative Commons-Lizenz

Der VDax hilft beim Timing

Wie können private Anleger davon überhaupt profitieren? Ausgangspunkt ist die hier schon mehrfach vertretene These, dass Aktien als Sach- und Ertragswerte – neben den Edelmetallen Gold und Silber als reinen Sachwerten – Anleger letztlich vor den schlimmsten finanziellen Folgen der Schuldenkrise schützen, nämlich Kaufkraftschwund und Enteignung. Dass Aktien also trotz noch so erratischer Kursschwankungen auf Sicht der nächsten Jahre für Kaufkraft- und Eigentumserhalt sorgen werden. Zur Optimierung der Schutzfunktion empfehlen sich: eine gute Aktienauswahl, passendes Timing und die Verteilung der Kaufaufträge über Wochen oder sogar Monate.

Der Aktienauswahl nach der relativen Stärke habe ich hier vor drei Wochen einen ganzen Beitrag gewidmet. Heute nur so viel: Aktien, die in diesem September und Oktober besser abschneiden werden als andere, ermittelt etwa durch Vergleiche der Dax- und MDax-Werte, dürften kaufenswert sein. Generell zum Timing bei deutschen Aktien: Seit Ausbruch der Finanzkrise hat sich der VDax als zuverlässiger Indikator bewährt; V steht für Volatilität, also Schwankungsstärke. Immer wenn er ein Hoch überschritt und anschließend fiel, ohne erneut in die Nähe des Hochs zu geraten, empfahl sich der Kauf deutscher Aktien. Das war vor der Jahreswende 2008/09 besonders beeindruckend, ferner im Oktober 2011 und im Juli 2012.

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