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Gbureks Geld-Geklimper: Im preiswerten Einkauf liegt der Gewinn

Gbureks Geld-Geklimper: Gewinne mit der Schaukelbörse

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Adidas

Konsum / Deutschland

 

ISIN: DE000A1EWWW0

KGV 2011: 15,8

KGV 2012: 13,4 (geschätzt)

Börsenwert: 12,6 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 14,8 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 48 Prozent

Chance / Risiko2: 6/5

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Bild: dapd

Im preiswerten Einkauf liegt der Gewinn

All diesen Aktien ist eines gemeinsam: Ihre Geschäftsmodelle sorgen für nachhaltiges Wachstum, sodass vorübergehende Kursrückgänge im Lauf der Jahre, in manchen Fällen sogar schon nach wenigen Monaten, mehr als kompensiert werden. Hier ist nicht der Platz, um jedes einzelne Geschäftsmodell unter die Lupe zu nehmen.

Nur so viel: Es geht weniger darum, den sogenannten wahren Wert (value) nach den Kriterien von Großinvestor Warren Buffett zu ermitteln und dann mit dem aktuellen Aktienkurs zu vergleichen, sondern um das Kurspotenzial, beispielsweise aufgrund des Internethandels mitsamt dem dazugehörigen Transport (Amazon, Deutsche Post), aufgrund einer starken Marktstellung (SAP, Nestlé) oder einfach nur wegen einer für die nächsten Jahre zu erwartenden Sonderkonjunktur (Deutsche Wohnen, GSW).

Obwohl falsches Timing beim Kauf von Aktien mit lukrativem Geschäftsmodell wegen der hier skizzierten fundamentalen Daten irgendwann wieder kompensiert wird, erscheint es in diesem Zusammenhang doch sehr sinnvoll, sich an eine alte Volksweisheit zu erinnern: Im preiswerten Einkauf liegt der Gewinn.

Das heißt, zu 40 statt zu 50 Euro gekauft, ergibt für eine später zu 100 Euro verkaufte Aktie 150 statt 100 Prozent Gewinn. Oder in Euro: 100 Aktien à 40 Euro gekauft und zu 100 Euro verkauft, macht 6000 Euro Gewinn (abzüglich Abgeltungsteuer), 100 Aktien à 50 Euro gekauft und zu 100 Euro verkauft, bringt dagegen nur 5000 Euro Gewinn minus Abgeltungsteuer. Über viele Jahre verteilt, können sich 1000 Euro Differenz zu einem ganz schönen Batzen Geld auftürmen – oder eben nicht, je nach Timingerfolg.

Lieber Aktien als Aktienfonds

Schaukelbörsen wie die seit einigen Monaten anhaltende und wahrscheinlich bis auf Weiteres andauernde bieten genug Anschauungsunterricht für das richtige wie auch für das falsche Timing. Zwar hat Kaldemorgen recht, wenn er dafür plädiert, nicht nur auf gute Unternehmenszahlen zu achten.

Aber das ist die typische Perspektive eines Fondsmanagers, der es sich – nicht zuletzt dank der Unterstützung durch ein ganzes Team – erlauben kann, auch Aktien von Unternehmen zu traden, die nicht gerade über ein besonderes Geschäftsmodell verfügen. Dagegen sind private Anleger gut beraten, lukrative Geschäftsmodelle als Sicherheitspuffer zu berücksichtigen.

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Eine heiß diskutierte Frage ist: Soll man nicht lieber gleich einen Aktienfonds statt einzelner Aktien kaufen, allein schon um das Risiko besser zu streuen? Die Antwort könnte ein ganzes Buch füllen. Hier nur so viel: Fünf bis zehn von den erwähnten Aktien, zum Risikoausgleich jeweils über drei bis vier Monate verteilt gekauft, dürften nach einigen Jahren unter dem Strich mehr Gewinn bringen als die meisten Aktienfonds. Das ist einfach zu erklären: Anleger, die direkt in Aktien investieren, ersparen sich Ausgabeaufschläge, Verwaltungs- und Transaktionskosten von Aktienfonds.

Sie sind nicht gezwungen, für die Rückgabe von Fondsanteilen Liquidität vorzuhalten oder hohe, von prozyklischen Anlegern stammende Liquiditätsüberschüsse im Zuge stark steigender Aktienkurse anzulegen. Außerdem können sie Aktienkäufe und -verkäufe flexibel in ihre persönliche Finanzplanung integrieren.

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Allerdings müssen sie viel Zeit in die Beobachtung der Aktienkurse und in Recherchen investieren, Gierkäufe bei hohen und Angstverkäufe bei niedrigen Kursen vermeiden. In diesem Sinn viel Glück!

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