Gbureks Geld-Geklimper: Legen Sie sich auf die Aktien-Lauer!

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Legen Sie sich auf die Aktien-Lauer!

Kolumne von Manfred Gburek

Die Börsenstimmung ist gekippt. Doch deshalb Aktien vergessen? Auf keinen Fall, denn der Baisse wird wieder eine Hausse folgen. Wer dann dabei sein will, sollte sich schon jetzt auf die Lauer legen.

Wenn die Aktienkurse fallen, sind Börsianer zum Teil mit plausiblen, zum Teil mit fadenscheinigen Begründungen schnell zur Stelle. Hier ein paar aktuelle Kostproben: Eurokrise noch nicht zu Ende, Korruptionsvorwürfe gegen Spaniens Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, möglicher Wahlsieg von Silvio Berlusconi in Italien, Vorschläge zu massiven Steuererhöhungen von Seiten Rot-Grün, zu viel Algo-Trading durch Computerprogramme und – in solchen Fällen ein Dauerbrenner – die Charttechnik. Das Ganze ergänzt um Leerformeln wie die folgende von der ARD-Internetseite: „Fundamentale Gründe für die Kurstalfahrt gab es nicht.“

Wirklich nicht? Bleiben wir zunächst bei Rot-Grün und ergänzen dieses nach der kommenden Bundestagswahl mögliche Regierungsbündnis um die anderen ebenfalls denkbaren: Schwarz-Rot, Schwarz-Gelb, Schwarz-Grün, Rot-Schwarz und Rot-Rot-Grün. Ich gehe jede Wette ein, dass in all diesen Fällen massive Steuererhöhungen zu erwarten sind. Wenn das nicht fundamental ist. Dass sich dazu bisher in erster Linie das rot-grüne Lager geäußert hat, ist wahltaktisch zu begründen und kann nicht über die Steuerpläne von CDU und CSU hinwegtäuschen.

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Bettina Röhl direkt Der Zug der Zeit fährt sanft nach links

Das linke Lager wird mehr Stimmen erreichen als das konservative. Die Konservativen müssen kämpfen und sich von Merkel emanzipieren, wenn sie die Wahl 2013 gewinnen wollen.

huGO-BildID: 29678535 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) stellen am 01.02.2013 im Kanzleramt in Berlin die Zwei-Euro-Gedenkmünze "Baden-Württemberg - Kloster Maulbronn" aus der Serie "Bundesländer" vor. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Börsenoptimisten dürften sich täuschen

Aktienkurse nehmen recht zuverlässig die fundamentale Entwicklung, sprich Konjunktur und Krise, ein halbes bis Dreivierteljahr vorweg. Das lässt sich historisch nachweisen. Was könnte in diesem Fall der Anlass sein, dass es im Herbst zu einer Wirtschaftskrise oder – als deren mildere Form – zur Rezession kommt? Da ist zunächst die Eurokrise. Sie wird zwar immer wieder gern von angelsächsischen Scharfmachern herbeigeredet, ist aber in Wahrheit auf zwei von den Euroländern selbst verursachte Fehlentscheidungen zurückzuführen: die Aufnahme ganz unterschiedlicher Volkswirtschaften in die Gemeinschaftswährung und das Festhalten am Euro um nahezu jeden Preis. Daraus ergeben sich ständig Ungleichgewichte zwischen reichen und armen Euroländern, unter deren Folgen Deutschland leiden muss, etwa weil deutsche Exporte nach Frankreich, Italien oder Spanien zusammenschrumpfen.

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