kolumneGbureks Geld-Geklimper: Legen Sie sich auf die Aktien-Lauer!

07. Februar 2013
Kolumne von Manfred Gburek

Die Börsenstimmung ist gekippt. Doch deshalb Aktien vergessen? Auf keinen Fall, denn der Baisse wird wieder eine Hausse folgen. Wer dann dabei sein will, sollte sich schon jetzt auf die Lauer legen.

Wenn die Aktienkurse fallen, sind Börsianer zum Teil mit plausiblen, zum Teil mit fadenscheinigen Begründungen schnell zur Stelle. Hier ein paar aktuelle Kostproben: Eurokrise noch nicht zu Ende, Korruptionsvorwürfe gegen Spaniens Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, möglicher Wahlsieg von Silvio Berlusconi in Italien, Vorschläge zu massiven Steuererhöhungen von Seiten Rot-Grün, zu viel Algo-Trading durch Computerprogramme und – in solchen Fällen ein Dauerbrenner – die Charttechnik. Das Ganze ergänzt um Leerformeln wie die folgende von der ARD-Internetseite: „Fundamentale Gründe für die Kurstalfahrt gab es nicht.“

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Wirklich nicht? Bleiben wir zunächst bei Rot-Grün und ergänzen dieses nach der kommenden Bundestagswahl mögliche Regierungsbündnis um die anderen ebenfalls denkbaren: Schwarz-Rot, Schwarz-Gelb, Schwarz-Grün, Rot-Schwarz und Rot-Rot-Grün. Ich gehe jede Wette ein, dass in all diesen Fällen massive Steuererhöhungen zu erwarten sind. Wenn das nicht fundamental ist. Dass sich dazu bisher in erster Linie das rot-grüne Lager geäußert hat, ist wahltaktisch zu begründen und kann nicht über die Steuerpläne von CDU und CSU hinwegtäuschen.

Bettina Röhl direkt Der Zug der Zeit fährt sanft nach links

Das linke Lager wird mehr Stimmen erreichen als das konservative. Die Konservativen müssen kämpfen und sich von Merkel emanzipieren, wenn sie die Wahl 2013 gewinnen wollen.

Bettina Röhl direkt: Der Zug der Zeit fährt sanft nach links

Börsenoptimisten dürften sich täuschen

Aktienkurse nehmen recht zuverlässig die fundamentale Entwicklung, sprich Konjunktur und Krise, ein halbes bis Dreivierteljahr vorweg. Das lässt sich historisch nachweisen. Was könnte in diesem Fall der Anlass sein, dass es im Herbst zu einer Wirtschaftskrise oder – als deren mildere Form – zur Rezession kommt? Da ist zunächst die Eurokrise. Sie wird zwar immer wieder gern von angelsächsischen Scharfmachern herbeigeredet, ist aber in Wahrheit auf zwei von den Euroländern selbst verursachte Fehlentscheidungen zurückzuführen: die Aufnahme ganz unterschiedlicher Volkswirtschaften in die Gemeinschaftswährung und das Festhalten am Euro um nahezu jeden Preis. Daraus ergeben sich ständig Ungleichgewichte zwischen reichen und armen Euroländern, unter deren Folgen Deutschland leiden muss, etwa weil deutsche Exporte nach Frankreich, Italien oder Spanien zusammenschrumpfen.

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Kommentare | 5Alle Kommentare
  • 07.02.2013, 10:59 UhrSiggi40

    Aktien kaufen sollte man nur, wenn man über einen längeren Zeitraum, mindestens aber 10 Jahre, sie nicht wieder verkaufen muss.
    Aktien haben heute nichts mehr mit der wirtschaftlichen Entwicklung, bzw. Zukunftsaussichten einer Firma zu tun. Das war einmal. Das ist schon lange her. Ein guter Gedanke, um die Realwirtschaft anzukurbeln.

    Doch zwischenzeitlich ist die Börse zum Zockerparadies mit einem Hochfrequenzhandel verkommen, die dem Normalanleger jegliche Perspektive nimmt und ihn zum Lottospieler degradiert. Vor allem dann, wenn man auf seine Bank hört!! Also – Finger weg von Aktien! Jeden Tag werden wieder ein paar Dumme gesucht, die sich mit Aktien noch nicht die Finger verbrannt haben.

    Im Sommer 2000 wollte ich meine gesamten Fondsanteile verkaufen, die ich vom DWS verwalten lies. Da wurde ich so lange mit „Professionalität, Management, Fachkompetenz“ u.a. scheinheiligen Argumenten belabert und dazu überredet, den Verkaufsauftrag wieder zurückzuziehen. In dieser Zeit hatte ich eine neue Firma aufgebaut, eine Internet-Erotik-Firma, eine virtuelle Peep-show und hatte keine Zeit mehr, mich um meine Finanzen zu kümmern.

    Meine Dusseligkeit, mein Vertrauen in die Profis von der DWS wurde dahingehend belohnt, dass sich innerhalb von knapp 2 Jahren der Wert meiner Fondsanteile von ca. 180.000.- € auf 15.000.- € reduzierte. Ohne die Spezialisten der Deutschen Bank hätte ich das nicht geschafft, ehrlich.

    Doch anno 2013 kann sogar jeder Hilfsarbeiter, jeder Schüler, jeder Rentner die Lage einschätzen: Jetzt Aktien kaufen, noch schneller werden sie ihr Geld nicht los. Und zwar alles!!

  • 07.02.2013, 11:00 UhrSiggi40

    Teil II
    Nach dem Zusammenbruch des Finanzbetrugssystems anno 2008 haben die westl. Ind.staaten ca.32,5 Bio.$ aufgewendet, natürlich alles auf Pump, um die Bankster zu retten und um einen selbsttragenden Aufschwung auszulösen. Doch beides ist gründlich in die Hosen gegangen. Die Bankster sind immer noch so pleite wie anno 2208 und sämtliche Konjunkturstrohfeuerpakete sind wirkungslos verpufft, ohne den gewünschten Erfolg. Da stehen wir jetzt!!

    Wir sind in der größten Finanzblase aller Zeiten
    Steve Keen: Rund 80 Prozent der Tarp-Gelder, die dazu gedacht waren, die Wirtschaft zu beleben, gingen direkt in Spekulationen an den Aktienmärkten. Alleine deswegen sind die Aktienkurse so stark gestiegen. Wenn wir künftig zurückblicken, werden wir sehen, dass wir uns in der größten Finanzblase aller Zeiten befinden. Ein Grund dafür ist der Bankensektor, der völlig außer Kontrolle geraten ist.

    Die Wert-Zerstörer
    Banker, die in der Londoner City arbeiten und jährlich zwischen 500.000 und zehn Millionen Pfund einstreichen, zerstören für jedes Pfund Sterling, das sie an Wert schaffen, sieben Pfund Gemeinschaftsvermögen, heißt es in einer Studie des britischen Thinktanks nef.

    Im Quartalsbericht der BIZ vom Juni 2008 geht hervor, dass die Bankster weltweit auf über 600 Billionen $ absolut wertloser Papierschnipsel sitzen, aus den Bilanzen in Schattenbanken ausgelagert, um sie vor dem sofortigem Kollaps zu bewahren. Was sagt uns das?

  • 07.02.2013, 11:00 UhrSiggi40

    Teil III
    Ob der Dollar, der Euro, oder die chinesischen Immobilienblasen platzen ist unerheblich. Der darauf folgende Dominoeffekt sorgt für den Rest des Finanzbetrugssystems!!
    Der ganz große Crash – davon sind wir nicht mehr allzu weit entfernt. Jetzt seine Ersparnisse und sein Vermögen sicher und günstig in Rohstoffe und Edelmetalle umschichten und erst nach dem großen Crash wieder Aktien kaufen von Firmen, die den Crash überlebt, bzw. umfirmiert haben, zu einem Bruchteil der derzeitigen Kosten.
    Am 04.02.2013 im Handelsblatt: „Milliardäre beschwören Gold-Rally“
    Oder: Die Spekulationsblase an den Aktienmärkten http://www.wsws.org/de/articles/2013/feb2013/spek-f02.shtml

    So wird da ein Schuh daraus.
    http://siggi40.de/geld-iii/

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