Gbureks Geld-Geklimper: Mit Spielgeld auf gefallene Engel wetten

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Mit Spielgeld auf gefallene Engel wetten

Kolumne von Manfred Gburek

Anleger haben nach den europäischen und amerikanischen Börsen auch die japanische als Spielfeld entdeckt. Möglicherweise werden sie bald mit Aktien spielen, die eine Wende zum Besseren versprechen.

Börsianer geben ihre vermeintlichen Weisheiten gern in Sprüchen wieder. Besonders verführerisch ist der folgende: Buy on bad news, sell on good news. Also bei schlechten Nachrichten kaufen, bei guten verkaufen. Langjährige Aktionäre der Commerzbank, von Thyssen Krupp, Solarworld, IVG, Heidelberger Druck, des Handyherstellers Nokia, des 1899 Hoffenheim-Sponsors Suntech und vieler anderer ehemaliger Favoriten der Anleger dürften das allerdings überhaupt nicht komisch finden, denn diese Aktien haben ihnen Kursverluste von zeitweise fast hundert Prozent eingebrockt.

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Buy on bad news, das ist nicht allein verführerisch, das ist auch heimtückisch. Denn es suggeriert, dass negative Nachrichten ein Ende haben und positive ihnen schon bald folgen werden. Doch in der Regel ist eher das Gegenteil der Fall: Als die Commerzbank unter Staatsfittiche kam, handelte es sich ja nicht um die Wende zum Positiven, sondern um die Abwendung der Pleite einer sogenannten systemrelevanten Bank. Was folgte, war eine ganze Reihe von immer neuen negativen Nachrichten. Und nachdem Nokia den Anschluss an Apple, Samsung, HTC und andere verloren hatte, hagelte es erst einmal weitere bad news.

Unterbewertete Aktien Wo Anleger noch Börsenraketen finden

Trotz neuer Höchststände im Dax bietet die Börsen-Hausse noch Chancen. Empfehlenswert sind Aktien kleinerer Unternehmen, die in Nischen operieren und noch günstig bewertet sind.

Quelle: dpa

Vorsicht, wenn der Sonnenkönig strahlt!

Aktien, deren Kurse zunächst tief gefallen sind und dann zu steigen beginnen, versprechen einen Turnaround, die Wende zum Besseren. Doch wie kann man sie als einfacher Börsenbeobachter ohne Zugriff auf interne Daten eines Unternehmens von solchen Aktien unterscheiden, deren Kurse irgendwann nahe Null landen? Die einfachste Methode besteht in der Negativauslese: Wenn ein Vorstandschef wie Frank Asbeck lieber den Sonnenkönig mimt, statt sich um das laufende Geschäft zu kümmern, und gern mit seinen Edelimmobilien protzt, sollten bei Aktionären die Alarmglocken läuten. Weitere Beispiele finden sich zuhauf unter den ehemaligen Stars des Neuen Marktes, wie den Haffa-Brüdern von EM.TV oder Bodo Schnabel, dem Erfinder einer Luftnummer-AG namens ComRoad.

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