Geldanlage: Nach dem Kurssturz kaufen?

Geldanlage: Nach dem Kurssturz kaufen?

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Ein Händler in der Börse in Frankfurt am Main

von Annina Reimann

Weltweit fallen die Börsenkurse, Investoren verkaufen panikartig Aktien. Allein der deutsche Aktienindex Dax verlor binnen weniger Tage über 1000 Punkte. Sind das schon wieder Kaufkurse?

Es ist wie immer, wenn die Panik um sich greift: Die ersten verkaufen ihre Aktien, die Kurse bröckeln ab. Weil viele Anleger Limits gesetzt haben, die Verluste begrenzen sollen, verkaufen die Handelscomputer automatisch weitere Aktien. Andere Marktteilnehmer bekommen kalte Füße, brauchen Liquidität und verkaufen ebenfalls schnell. In solchen Paniksituationen ist es zunächst egal, wie gut die jüngsten Unternehmenszahlen ausfielen, es ist egal, wie anhängig die Branche von der Konjunktur ist: Die Börsenkurse brechen unisono ein.

Sicher, die Ängste sind berechtigt. Die Schuldenkrise in Europa und den USA spitzt sich Woche für Woche zu. Und wenn alle gleichzeitig anfangen zu sparen, ist das mit Sicherheit kein Wachstumshammer.

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Doch noch zeichnen die Zahlen ein anderes Bild: Die Nachfrage nach deutschen Industriegütern steigt. Die Auftragseingänge legten vorläufigen Angaben zufolge im Juni um 1,8 Prozent zu. Doch Achtung: Die Nachfrage kommt vor allem aus dem Ausland. Schwächeln die USA weiter, trifft das auch die exportlastige deutsche Industrie.

Keine Investments im Dollarraum

Martin Stürner, Chef des bankenunabhängigen Finanzdienstleisters PEH aus Oberursel, begrüßt zwar kurzfristig die Lösung des US-Schuldenstreits, langfristig allerdings hätten die USA "strukturell wesentlich größere Probleme als die Europäer", sagte Stürner der WirtschaftsWoche. Stürner glaubt zwar auch aufgrund der jüngeren und flexiblen Bevölkerung an Amerika. Investoren jedoch sollten vorsichtig sein: "Anleger aus dem Euroraum sollten die Finger von Investments im Dollarraum lassen, denn der Greenback wird in den kommenden zwei bis drei Jahren gegenüber dem Euro abwerten."

Anleger sind in der Bredouille. Auf der einen Seite sind aufgrund der Sparanstrengungen die Wachstumsaussichten mau. Auf der anderen Seite brauchen Anleger Sachwerte wie Aktien, um sich gegen die langfristig drohende Inflation zu schützen. Und auch bei Staatspleiten ist es nicht schlecht, wenn man Anteile an soliden Unternehmen mit wertvollen Patenten hält, die eine mögliche Währungsreform überstehen dürften.

Wer also langfristig orientiert ist, Bares übrig hat und bislang den Einstieg verpasste, kann nun vorsichtig anfangen, ausgewählte Titel zu kaufen. Interessant sind Konzerne, die weniger abhängig von der Konjunktur sind. Dazu zählen Branchen wie die Pharmaindustrie, Nahrungsmittel oder Firmen aus der Luxusgüterindustrie.

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