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Gerüchteküche brodelt: Fusionieren die Börsen London und Singapur?

Unter den großen Börsenbetreibern gibt es neue Übernahmephantasien. Die Londoner Börse LSE spreche mit der Börse von Singapur über einen Zusammenschluss, heißt es in Medienberichten.

Die Börsen aus London und Singapur verhandeln dem "Daily Telegraph" zufolge über eine Fusion im Volumen von rund 9,2 Milliarden Euro zum weltweit drittgrößten Handelsplatz. Quelle: dpa
Die Börsen aus London und Singapur verhandeln dem "Daily Telegraph" zufolge über eine Fusion im Volumen von rund 9,2 Milliarden Euro zum weltweit drittgrößten Handelsplatz. Quelle: dpa

Die Börsen aus London (LSE) und Singapur (SGX) verhandeln einer Zeitung zufolge über eine Fusion im Volumen von rund 9,2 Milliarden Euro zum weltweit drittgrößten Handelsplatz. Die Gespräche seien aber noch in einem frühen Stadium, berichtete der „Daily Telegraph“. Die Chefs beider Firmen hätten sich aber bereits mehrere Male zu informellen Gesprächen getroffen. Die Struktur einer möglichen Fusion sei aber noch unklar, schreibt die die britische Zeitung ohne konkrete Quellen zu nennen.

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Der Londoner Börsenchef Xavier Rolet soll darüber in den vergangenen Wochen mehrmals mit seinem Gegenpart in Singapur, Magnus Böcker, gesprochen haben. Der Zeitung zufolge soll ein Übernahmeangebot der höher bewerteten SGX für die LSE die wahrscheinlichste Variante sein. Dagegen schrieb die „Financial Times“ am Freitag unter Berufung auf zwei mit der Situation vertraute Personen, dass es nicht um eine Fusion gehe. Beide Unternehmen prüften aber eine engere Zusammenarbeit, etwa bei der Abwicklung von Termingeschäften.

Klima für Börsenfusionen schlecht

Erst in der vergangenen Woche hatten beide Börsenbetreiber vereinbart, dass die an einer Börse notierten Großunternehmen künftig auch an der jeweils anderen gehandelt werden können. In einem Interview mit der „Financial Times“ vom Donnerstag betonte SGX-Chef Böcker, dass er nicht nur auf London fokussiert sei. Er brachte auch Kooperationen mit der New Yorker NYSE Euronext und der Deutschen Börse ins Spiel.

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Neue Fusionsversuche seien nicht auf seiner Agenda. Im vergangenen Jahr war SGX am Widerstand der australischen Behörden damit gescheitert, Australiens Börse ASX zu übernehmen.

Weltweit ist das Klima für Börsen-Zusammenschlüsse derzeit ohnehin schlecht. Die LSE versuchte vergeblich, sich mit dem kanadischen Börsenbetreiber TMX zusammenzuschließen. Die Deutsche Börse und die NYSE gaben ihre Fusionsbemühungen wegen der Vetos der EU-Kommission im Frühjahr auf.

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