Gewinneinbruch: Vorschuss für die RWE-Aktie

KommentarGewinneinbruch: Vorschuss für die RWE-Aktie

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Noch-RWE-Chef Jürgen Grossmann (links) und Peter Terium, sein designierter Nachfolger, bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das Jahr 2011

von Anton Riedl

Mit einem Freudensprung in einem insgesamt schwachen Markt quittiert die RWE-Aktie die jüngsten Jahreszahlen. RWE selbst gibt schon die Vorlage und schreibt, sie seien „besser als erwartet“. Nun, das ist reichlich Ansichtssache.

Wie erwartet kam RWE auf ein nachhaltiges Nettoergebnis von 2,5 Milliarden Euro. Das wären je Aktie 4,60 Euro – und davon kann man auch 2,00 Euro Dividende zahlen. Das Bekenntnis dazu ist ohne Frage stabilisierend für die Aktie, sind es doch bei aktuellen Kursen 5,6 Prozent Rendite.

Analysten gefällt zudem der positivere Ausblick auf das Jahr 2013. Klar, wenn der neue Chef ab Mitte des Jahres antritt, darf nicht nur Tristesse herrschen. RWE will an das Ergebnis 2011 anknüpfen. Das ist gut möglich, wenn die Kostensenkungsmaßnahmen langsam greifen. Zudem waren die Zahlen für 2011 ja auch keineswegs so gut, dass man sie nicht noch einmal erreichen (oder toppen) könnte.

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Real, ohne die sogenannten nachhaltigen Sondereffekte, machte RWE nur 1,8 Milliarden Euro Gewinn, ein Rückschlag von 45 Prozent und je Aktie nur 3,35 Euro. Wenn RWE dann, wie die Essener versprechen, 2012 ähnlich verdienen, hätte die Aktie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis um zehn. Das ist zwar nicht mehr überteuert, für ein Unternehmen in einer schwierigen strategischen Lage wie RWE jedoch alles andere als ein Schnäppchen.

Dividenden der Dax-Konzerne

Schwach kapitalisiert

Und noch eine Schwäche zeigt der jüngste Abschluss. In der Bilanz stehen gerade mal 18 Prozent Eigenkapital. Die Nettoschulden türmen sich auf 30 Milliarden Euro. Wenn RWE da nicht schleunigst runter kommt, kann das zu einer Zeitbombe werden – vor allem, wenn eines Tages die Zinsen steigen sollten.

Warum dann sind RWE-Aktien derzeit so stabil? Es ist Vorschuss auf die Wende, die RWE erst noch schaffen muss; und es ist die Überzeugung, dass nach dem Platzen der Solar-Blase die klassischen Energieproduzenten eben nicht verschwinden werden, RWE also durchaus eine gute Chance hat, in seine neue/alte Rolle zu finden. 

Ob noch heimliche Aufkäufer dazukommen? Aus dem aktuellen Streubesitz der Aktie und den Handelsumsätzen lässt sich das nicht herauslesen -auch wenn RWE-Optimisten sicher gern davon träumen mögen, dass ein potenter Aufkäufer wie Gazprom käme und den Kursen damit einen mächtigen Kick geben würde.

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