Gewinnwarnungen: Enttäuschende Firmenbilanzen belasten Aktienmärkte

Gewinnwarnungen: Enttäuschende Firmenbilanzen belasten Aktienmärkte

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Schwache Zahlen drücken den Dax.

Die Gewinnwarnungen von Drägerwerk und Software AG haben den Anlegern die Stimmung vermiest. Die Aktien der Unternehmen gaben prompt nach.

Enttäuschende Zahlen von Software AG und Drägerwerk haben Aktienanlegern am Dienstag die Stimmung verhagelt. "Zwei Gewinnwarnungen an einem Morgen - das ist natürlich kein gutes Omen für die Berichtssaison", sagte ein Börsianer. Dax und EuroStoxx50 verloren jeweils etwa 0,2 Prozent auf 9768 beziehungsweise 3175 Punkte.

Die Software AG hatte in der Nacht einen Rückgang des operativen Quartalsgewinns auf 45 Millionen Euro von 58,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum bekanntgegeben. Als Grund nannte der SAP-Konkurrent Verzögerungen bei Großprojekten. "Die Software AG hatte erst vor zwei Wochen erklärt, dass alles gut ist", sagte ein Aktienhändler. "Da ist die Gewinnwarnung heute ein Paukenschlag. Die haben richtige Vertrauen verspielt."

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Die im Technologie-Index TecDax gelisteten Aktien der Software AG brachen daraufhin um bis zu 16,1 Prozent ein und waren mit 20,70 Euro so billig wie zuletzt Anfang November 2009. In ihrem Sog gaben SAP, die am Donnerstag ihr Quartalsergebnis vorlegen wollen, 0,7 Prozent nach.

Drägerwerk fielen um 13,9 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 67,62 Euro. Das ist der größte Tagesverlust seit mehr als fünf Jahren. Der Spezialist für Medizin- und Sicherheitstechnik hatte nach einem Ergebniseinbruch seine Gesamtjahresziele gekappt. Der operative Gewinn halbierte sich im zweiten Quartal auf 15 Millionen Euro. Dieses Ergebnis sei schlechter als erwartet, schrieb Berenberg-Analyst Scott Bardo in einem Kommentar.

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Neben den Firmenbilanzen richteten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf den ZEW-Index. LBBW-Analystin Antje Laschewski sagte einen Einbruch des Stimmungsbarometers der Börsenprofis auf 15 Punkte voraus. Von Reuters befragte Experten prognostizieren für Juli dagegen nur einen leichten Rückgang auf 28 Punkte von 29,8 Zählern im Vormonat.

Darüber hinaus warteten Börsianer gespannt auf die Anhörung der US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats am Nachmittag (MESZ). "Sie könnte Näheres zum Zeitplan für den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik erläutern und wie dieser verlaufen soll", schrieben die Experten der Essener National-Bank in einem Kommentar. "Hinweise auf ein Vorziehen der ersten Leitzinserhöhung sollten sich jedoch nicht finden lassen."

Am Devisenmarkt kostete der Euro mit 1,3616 Dollar ungefähr so viel wie zum New Yorker Vortagesschluss. Der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, legte 16 Ticks auf 147,74 Punkte zu.

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