Gold: Potenzial bis 12.000

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Börsenhändler in Chicago handeln mit Futures auf den Aktienbarometer Dow Jones

von Frank Doll

Seit der Jahrtausendwende läuft Gold besser als Aktien. Dieser Trend hält an und wird sich bald beschleunigen. Eine Analyse.

Das jedenfalls signalisiert die so genannte Dow-Gold-Ratio. Diese Kennzahl lässt sich einfach ermitteln, indem der aktuelle Stand des US-Aktiendurchschnitts Dow Jones durch den aktuellen Goldpreis in Dollar geteilt wird. Fällt die Rate, läuft Gold besser als US-Aktien – und umgekehrt. Über die absolute Preisentwicklung ist damit zwar nichts ausgesagt. Doch das Konzept hat sich als hervorragender langfristiger Indikator für strategische Vermögensentscheidungen erwiesen. Aktien hätten ihren Nimbus als überlegene Anlageform verloren, lautete im Juni 2002 das Fazit der WirtschaftsWoche (Heft 27/2002). Der aktuelle Zwischenstand: Die Dow-Gold-Ratio fiel seither von 35 auf 8. Gold in Dollar hat sich seither fast verfünffacht, in Euro mehr als verdreifacht. Der Dow Jones steht nur 20 Prozent höher. Auch der Dax (plus 40 Prozent) konnte nicht mithalten mit Gold.

Chartanalyse Dow-Gold-Ratio

Gold-Dow-Ratio

Gold-Dow-Ratio

Doch wie geht es weiter? Die Entscheidung steht unmittelbar bevor. Ähnlich wie 2005 (Punkt A im Chart) ist die Dow-Gold-Ratio zuletzt aus einer mehrjährigen Konsolidierungsformation nach unten ausgebrochen (Punkt B). Gold sollte deshalb in den nächsten Jahren erneut besser abschneiden als Aktien. Die Überlegenheit könnte dramatisch ausfallen. Diesen Hinweis geben die beiden Abwärtstrendkanäle, in der sich die Dow-Gold-Ratio seit 2001 bewegt. Bis 2007/2008 lief die Ratio noch in einem moderat fallenden Kanal abwärts. Doch die Abwärtsbewegung hat sich seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2007 deutlich beschleunigt. Zwischen 2007 und 2009 fiel die Dow-Gold-Ratio von über 20 bis auf 7 (Strecke Punkt 1 bis Punkt 2). Entsprechend steiler ist die Neigung des zweiten Abwärtstrendkanals. Hält sich die Ratio nun innerhalb dieses Abwärtstrendkanals, dann steht ein ähnlich dramatischer Rückgang bevor.

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Für Vergangenes kann man sich heute zwar nichts kaufen. Aber mit Blick auf die Historie wäre ein Fall auf Werte von unter 3 bis Ende 2012 keine Überraschung. Denn damit würde sich die Dow-Gold-Ratio auf Werte zubewegen, die in der historischen Betrachtung sowohl durch hohe Inflation wie Deflation erklärt werden können. In der großen Depression zum Beispiel endete der Abwärtszyklus 1932 bei einem Wert von 2. In der Endphase des Inflationsjahrzehnts der Siebzieger ging es gar runter bis zu einen Wert von 1.

Deflation oder Inflation?

Es darf also spekuliert werden, wie diese Werte denn wieder erreicht werden könnten. Eine mögliche Deflationsvariante: Der Dow fällt auf 3000, Gold bleibt bei 1500 Dollar. Eine mögliche Inflationsvariante: Der Dow bleibt bei 12.000, Gold steigt auf 12.000 Dollar. Die Rechenspiele zeigen: Die Aktienmärkte müssen nicht unbedingt kollabieren, damit Gold weiter steigt. Sie zeigen aber auch: Gold in physischer Form, ist die einzige Vermögensklasse, die sich sowohl in einem inflationären als auch in einem deflationären Umfeld behaupten kann. Deshalb ist Gold für jeden Anleger eine unverzichtbare Versicherung. Aktien sind dazu nur bedingt tauglich.

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