Gold und Silber: Die Goldhausse beschleunigt sich

Gold und Silber: Die Goldhausse beschleunigt sich

von Christof Schürmann

Der Preis für eine Unze Gold ist auf 1088 Euro gestiegen. Ein Rekordhoch.Silber zeigt erste Tendenzen zur Stabilisierung nach der kräftigen Kurskorrektur am Rohstoffmarkt. Wohin die Edelmetalle tendieren.

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Goldringe bei einem chinesischen Juwelier

Der Goldpreis ist am gestrigen Mittwoch morgen auf ein Rekordhoch gestiegen. 1088 Euro kostet die Feinunze (31,1 Gramm). Auch in anderen wichtigen Währungen notiert Gold auf oder nahe Rekordhoch, so in britischen Pfund Sterling oder in japanischen Yen. In Dollar liegt Gold mit 1526 Dollar derzeit etwa drei Prozent unter seinem Allzeithoch.

Nicht nur im Vergleich zu den meisten Währungen zeigt sich Gold stark, sondern auch im Verhältnis zu vielen Rohstoffen, deren Preise nach jüngsten scharfen Einbrüchen zweistellig unter ihren Rekord- oder Jahreshochs liegen, wie etwa Kupfer oder Öl.

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Wohlstandsmetall

Gold hat einen anderen Charakter: Es ist ein Versicherungsschutz gegen Staatspleiten, es ist Krisenmetall und Wohlstandsmetall zugleich - und im Gegensatz zu Rohstoffen nicht abhängig von der Konjunkturentwicklung.

10-Jahres-Chart: Gold in Dollar

10-Jahres-Chart: Gold in Dollar

Der steigende Wohlstand in Asien treibt die Nachfrage: Im ersten Quartal 2011 kauften Inder und Chinesen laut World Gold Council (WGC) zwei Drittel der knapp 31,6 Millionen Unzen Gold, die weltweit abgesetzt wurden.

Als Krisenschutz haben auch die Notenbanken Gold wiederentdeckt. Kein Währungshüter will derzeit seine Bestände reduzieren. Selbst das klamme Portugal weigert sich, seine vergleichsweise hohen Vorräte von 380 Tonnen im Gegenwert von rund 14,3 Milliarden Euro anzutasten. Dabei wäre Nachfrage da: Mexiko kaufte dieses Jahr 93 Tonnen auf, Russland kaufte vergangenes Jahr 135 Tonnen zu; China, so steht zu vermuten, dürfte ebenfalls weiter aufstocken.

Chinas Goldschatz ist mit offiziell 1054 Tonnen äußerst niedrig - und macht nur 1,6 Prozent seiner Währungsreserven aus, während westliche Industrienationen teilweise 40 Prozent ihrer Reserven in Gold halten.

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