Griechenlands Pleitebanken: Verstaatlichte Banken hoffen auf Finanzinvestoren

Griechenlands Pleitebanken: Verstaatlichte Banken hoffen auf Finanzinvestoren

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Finanzinvestoren könnten griechische Pleitebanken retten

Griechenlands angeschlagene Banken könnten demnächst ohne oder nur mit wenig Staatshilfe auskommen und wieder in Privatbesitz übergehen. Namhafte Finanzinvestoren könnten schon bald die Kontrolle bei den Geldhäusern übernehmen.

Wie das Handelsblatt aus Athener Bankenkreisen berichtet, sei das Interesse privater Investoren sehr rege. Unter anderem kursieren die Namen von Blackrock Capital, Franklin Templeton oder John Paulson als potenzielle Investoren. Nachdem drei von vier systemrelevanten Institute vom griechischen Bankenrettungsfonds übernommen worden waren und in den vergangenen zwei Jahre an der Börse bis zu 90 Prozent an Wert eingebüßt haben, könnte sich der Einstieg für die Finanzinvestoren lohnen. Damit erscheint eine Reprivatisierung der Banken zumindest möglich.

Der ESM könnte zur Bankenrettung ausreichem

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Die Kosten für die Rekapitalisierung der griechischen Banken könnten für die Euro-Zone nach Einschätzung eines Insiders bei lediglich zehn Milliarden Euro liegen. Diese Summe könnte genügen, sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter hochrangiger EU-Vertreter am Mittwoch. Im Rettungsfonds ESM ist genau dieser Betrag bereits für Bankenhilfen zurückgestellt worden. Darüber hinaus sollen die Anteilseigner der Geldhäuser, nachrangige Gläubiger sowie Privatinvestoren einen Beitrag zur Rekapitalisierung leisten.

Nach einer umfassenden Analyse der Europäischen Zentralbank benötigen die vier größten Institute Griechenlands - National Bank of Greece, Piraeus, Alpha Bank und Eurobank – zwischen 4,4 und 14,4 Milliarden Euro, um Kapitallücken schließen zu können. Das ist deutlich weniger als die 25 Milliarden Euro, die im Rahmen des 86 Milliarden Euro schweren dritten Hilfspakets von den europäischen Partnern dafür vorgesehen waren.

Weitere Artikel

Beim Treffen der Finanzminister der Euro-Zone zusammen geht es an diesem Montag darum, die Fortschritte bei der Umsetzung der griechischen Reformen zu diskutieren. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mahnte in Brüssel, es müsse vor der Rekapitalisierung der Banken erst ein Insolvenzrecht für Finanzinstitute geschaffen werden.

Im Streit über den Umgang mit faulen Krediten bei griechischen Banken dringt Frankreich auf eine rasche Lösung. Finanzminister Michel Sapin sagte, er strebe eine Einigung noch beim Treffen mit seinen Kollegen aus der Euro-Zone am Montag an. Griechenland habe beträchtliche Anstrengungen unternommen und seine Verpflichtungen gewissenhaft erfüllt. Der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis sprach von einer politischen Entscheidung, die getroffen werden müsse. Beim Streit geht es darum, wie faule Kredite gekündigt werden können. Der Regierung in Athen zufolge darf eine Lösung nicht dazu führen, dass Tausende Griechen ihre Häuser oder Wohnungen verlieren. Eine Einigung ist Voraussetzung für die Freigabe der Milliarden-Tranche.

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