Hohe Barreserven: Apple & Co.- Höhere Dividende dank Dagobert Duck-Strategie?

Hohe Barreserven: Apple & Co.- Höhere Dividende dank Dagobert Duck-Strategie?

von Stefan Hajek

Vorbild Dagobert Duck. IT-Konzerne wie Apple, Google oder Microsoft haben viel Cash in ihren Geldspeichern angehäuft, Übernahmen sind wahrscheinlich. Anlegern winken steigende Dividenden und gute Investments.

So schnell kann es gehen: "Apple ist die schlechteste Aktie der Welt – mit Abstand!", motzt "Mac-Life", ein Magazin für Apple-Enthusiasten. 270 Milliarden Dollar Börsenwert habe das Management "in nur fünf Monaten verbrannt – mehr Geld als je ein anderes Unternehmen in der Wirtschaftsgeschichte!"

Noch vor wenigen Monaten hatten Journalisten und Analysten Apple hochgejubelt: Das Technikunternehmen brach Umsatzrekorde im Quartalstakt, machte mit seinen Kultprodukten wie dem iPhone aus einem Dollar Umsatz 50 Cent Reingewinn und wurde darüber zum wertvollsten Unternehmen der Welt, teurer als McDonald’s, Coca-Cola und Siemens zusammen.

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Und noch immer laufen die Geschäfte gut bei Apple. Doch an der Börse scheint das keinen mehr zu interessieren. Die jüngste Apple-Hauptversammlung geriet nicht mehr zur gewohnt harmonischen Selbstbeweihräucherung der Vorjahre: Ein Drittel der Aktionäre stimmte sogar gegen Gehaltserhöhungen für die Chefs. Speziell einige Großanleger machen plötzlich Stunk. Sie meinen, Apple tue nicht genug gegen die anhaltende Kursschwäche.

Konzerne mit Luxusproblem

Die könnte aber schon bald der Vergangenheit angehören. Denn genau betrachtet sind viele der IT-Giganten – nicht nur Apple, sondern auch Microsoft oder Google – derzeit für Anleger so attraktiv wie lange nicht mehr. Gut möglich, dass ihre Aktien vor einer Renaissance stehen. Denn nicht nur bei Apple machen enttäuschte Aktionäre derzeit Druck aufs Management. Auch bei Microsoft, Dell, HP oder Cisco bricht sich die Unzufriedenheit der Anleger mit den Aktienkursen Bahn. Der Kernvorwurf: Die Konzernmanager sähen der – oft schon seit Jahren – anhaltenden Kursflaute tatenlos zu, horteten unsinnigerweise Milliardenberge in Steueroasen wie den Cayman Islands und ruhten sich auf den Erfolgen der Vergangenheit aus.

Die US-Technologiebörse Nasdaq notiert auf dem höchsten Stand seit 12 Jahren (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)

Die US-Technologiebörse Nasdaq notiert auf dem höchsten Stand seit 12 Jahren (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)

Richtig ist: Viele der großen IT-Konzerne haben ein Luxusproblem. Sie haben hoch profitable Geschäftsmodelle, die sich in enormen Mittelzuflüssen (Cash-Flows) manifestieren. Die Technologie ist weitgehend ausgereift, investieren müssen sie nur noch einen Bruchteil dessen, was sie regelmäßig verdienen. Auch die anhaltende Schuldenkrise trifft die meisten Unternehmen kaum. Ihre Kunden sparen anderswo – nicht aber an der IT.

Auf die Dauer bleibt so bei den IT-Firmen dermaßen viel Geld hängen, dass deren Manager gar nicht mehr wissen, wohin damit, sagen die Kritiker. Sie fordern immer energischer höhere Dividenden.

Für Großanleger attraktiv

Und die Konzernchefs dürften sich dem Druck schon bald beugen, um die Talfahrt der Aktien zu stoppen. Das macht die – an der Börse derzeit extrem niedrig bewerteten – IT-Giganten attraktiv. Besonders für Großanleger, die auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen sind, beispielsweise Pensionsfonds. Schon jetzt bieten einige Tech-Aktien höhere Dividendenrenditen als die Aktien aus klassischerweise freigiebigen Branchen, wie etwa Konsumgüter, Auto, Chemie oder Energie. Und die Tech-Firmen können sich ohne Weiteres noch weit üppigere Dividenden erlauben.

Hinzu kommt: Die Konzerne dürften ihre immense Finanzkraft bald auch wieder vermehrt für Firmenkäufe einsetzen. Das bietet Anlegern Chancen mit Aktien kleinerer Spezialisten, die ins Visier der cash-strotzenden Großen geraten könnten.

Allein Apple hat rund 137 Milliarden Dollar an Barmitteln angesammelt. Alle drei Monate kommen derzeit rund 16 Milliarden Dollar hinzu. Damit schwimmt der Technologiekonzern geradezu in Geld. Zum Vergleich: Der Ölmulti ExxonMobil, mit einem Börsenwert von knapp 400 Milliarden Dollar derzeit fast so teuer wie Apple, hortet netto (liquide Mittel nach Abzug aller Schulden) überhaupt kein Cash.

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