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Indexwechsel: Raus aus dem Dax - rein ins Depot?

von Sascha Grundmann

MAN und Metro müssen den Dax verlassen. Für die Aktionäre könnte das weniger dramatisch sein, als es scheint. Eine jüngste Untersuchung erklärt, warum ein Abstieg für Investoren sogar interessant sein könnte.

Platz 10: Siemens

879 Millionen Aktien hat der Münchner Technologie-Konzern Siemens derzeit ausgegeben und landet damit auf Platz 10 bei den Dax-Werten mit den meisten Aktien. So viel zur Gegenwart. Unter den Sammlern alter (ungültiger) Aktien, auch Nonvaleurs genannt, sind die Siemens-Papier äußerst begehrt, gibt es von den DM-Stücken doch nur je Ausgabe drei bis fünf. Im Bild ein Muster aus dem Jahr 1975 mit einem Nennwert von 50 DM.

Bild: sammleraktien-online.de/Joachim Hahn

Wenn am heutigen Montag MAN und Metro aus dem Dax fliegen und durch Continental und Lanxess ersetzt werden, wird Geschichte geschrieben. Zum einen weil erstmals der Chemiekonzern Lanxess in den wichtigsten deutschen Antienindex aufgenommen wird und damit ein Neuling, der nach der Abspaltung vom Industriegiganten Bayer im Jahr 2004 lange Zeit als potenzieller Pleitekandidat galt. Zum anderen weil eine Ära zu Ende geht: Mit MAN verabschiedet sich ein Unternehmen, das im Dax seit dessen Einführung im Jahr 1988 ununterbrochen vertreten war.

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Für die Verantwortlichen eines Unternehmens ist ein solcher Rauswurf eine Niederlage, weiß Roland Könen, Vorstand der Fondsgesellschaft Value Holdings: „Unternehmenslenker sind bei einem Abstieg ihrer Firma aus einem Index immer peinlich berührt. Es ist für sie ein Unterschied, ob sie in der ersten oder in der zweiten Bundesliga spielen.“

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Anleger machen sich Sorgen

Doch nicht nur die Manager fühlen sich unwohl, auch Aktionäre machen sich so ihre Gedanken. So dürfte die Anteilseigner von MAN und Metro vor allem der Blick in die Zukunft beunruhigen: Gemeinhin geht der Abstieg aus einem Index für die jeweiligen Aktien mit einer schlechten Kursperformance in der Folgezeit einher. So zumindest lautet ein ungeschriebenes Börsianergesetz.

Das räumt auch Roland Könen ein: „Sicherlich werden Index-Abstiege zuallererst mit Kursverlusten gleichgesetzt, weil Fonds, die etwa einen Index nachbilden, die Aktien mit deren Ausstieg veräußern müssen. Das verursacht die Befürchtung, der Tag des Ausstiegs wäre auch der Tag des Verkaufs.“ Könen relativiert aber: „Bei aktiv gemanagten Fonds beginnen die Verkäufe schon mit dem Tag der Bekanntgabe des Dax-Abstiegs, also Wochen vorher. Selbst bei den ETFs, die an den Dax gebunden sind, finden die Anpassungen indirekt über Broker schon im Vorfeld statt. Zum eigentlichen Dax-Ausstiegspunkt sind die meisten Verkäufe dann schon passiert.“

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