Indizes: Woche des Zitterns für Anleger

Indizes: Woche des Zitterns für Anleger

von Andreas Toller und Kerstin Dämon

Jede Menge Konjunkturdaten, die Krise der Schwellenländer, die Ratssitzung der EZB und wacklige Märkte in Asien sorgen für Nervosität an der Börse. Anleger sollten ihr Depot wetterfest machen.

Die Gretchenfrage lautet: Ist es nur eine Korrektur oder schon die Trendwende nach unten? Wer die Börsenkommentare seit Wochenbeginn gelesen hat, findet darauf keine klare Antwort, die Einschätzungen sind mitunter widersprüchlich. Fest steht: nach zwei Jahren massiv gestiegener Bewertungen an den wichtigen Aktienmärkten ist beides möglich. Während so mancher Konjunkturoptimist auf eine fällige Korrektur an der Börse gewartet hat, um günstig Wertpapiere zu kaufen, bevor es wieder aufwärts geht, raten andere Experten wie Börsenkenner Dirk Müller – weithin als „Mister Dax“ bekannt - Sachwerte wie Gold im Portfolio höher zu gewichten. Was also tun?

Nach der beeindruckenden Jahresendrally 2013 hat das neue Jahr den wichtigsten Börsenindizes deutliche Rückgänge beschert. Die sind weniger wirtschaftlichen Fakten sondern vielmehr der Nervosität der Anleger vor einer Rückkehr der Krise geschuldet. Das lässt sich damit erklären, dass nach den vielen positiven Nachrichten zur Entwicklung der Konjunktur zum Jahresende die Angst vor schlechten Nachrichten gestiegen ist. Dementsprechend viel Aufmerksamkeit widmen die Marktteilnehmer Meldungen über enttäuschende oder unter den Erwartungen liegenden Konjunkturindikatoren und Unternehmensmeldungen. Und sowohl für die Konjunktur als auch in der laufenden Berichtssaison der Unternehmen ist nicht alles so rosarot wie noch zum Jahreswechsel erhofft. „Harte Fakten, die überwiegend positive Überraschungstendenz haben, spielen derzeit eine untergeordnete Rolle“, schreibt etwa Folker Hellmeyer, Chefanalyst bei der Bremer Landesbank, am Mittwoch in seinem täglichen Report.

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Nach dem ungewöhnlich schnellen Anstieg der Leitindizes Dow Jones, Dax, EuroStoxx oder Nikkei ist eine zeitweilige Korrektur eigentlich eine gute Sache, weil sie die Aufnahmefähigkeit für positive Nachrichten wieder erhöht und Gelegenheit bietet, das Tempo eines Aufwärtstrends den Realitäten anzupassen. Denn positive Entwicklungen gibt es durchaus: der spanische Arbeitsmarkt zeigt Erholungstendenzen, die Finanzlage der Euro-Krisenländer – sogar in Griechenland – entspannt sich weiter, die Wachstumsaussichten der Industrieländer sind so gut wie lange nicht und selbst der lang gebeutelte und für Deutschland immens wichtige Automarkt in Europa ist auf dem Weg der Besserung. Auch im Nicht-Euro-Land Großbritannien stehen die Zeichen auf Erholung. Eine kräftige Korrektur kann Anlegern, die auf der Suche nach Einstiegsmöglichkeiten sind, durchaus Chancen eröffnen.

Auf der Negativseite stehen derzeit hingegen vor allem die US-Wirtschaft und die einzelne Schwellenländer. Zwar stehen in den USA die Zeichen weiter auf Erholung der Konjunktur, doch zuletzt lagen die Konjunkturindikatoren für den Arbeitsmarkt und die Auftragseingänge der Industrie sowie der Einkaufsmanagerindex unter dem Durchschnitt der Analystenerwartungen. Die Richtung bleibt zwar positiv, doch die Börse reagierte enttäuscht. Zudem nehmen die Sorgen zu, die Rücknahme der Liquiditätsspritzen durch die US-Notenbank könnte den internationalen US-Konzernen schaden, weil der Dollar steigt.

Nachdem der Dow Jones in den vergangenen beiden Jahren um 30 Prozent zulegen konnte, sind die Bewertungen der US-Aktien bereits relativ hoch. In dieser Situation genügen schon kleine Enttäuschungen, um die Kurse auf Talfahrt zu schicken.

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