Intelligent Investieren: Besserung durch Kryptowährungen

Intelligent Investieren: Die Revolution der Kryptowährungen

Besserung durch Kryptowährungen

Angesichts der immer deutlicher zutage tretender Probleme des Staatsgeldes haben sich clevere Köpfe aufgemacht, um besseres Geld zu schaffen: Kryptowährungen. Bei ihnen handelt es sich um verschlüsselte und dezentral gespeicherte Datenprotokolle. Kryptowährungen werden ohne jede Einflussnahme einer Zentralinstanz (einer staatlichen Zentralbank) produziert und zwischen Zahlungssender und -empfänger übermittelt, kostengünstig und anonym.

Kryptowährungen sind nicht mehr nur hochfliegende Entwürfe von einigen Computer-Freaks, sondern längst im Praxiseinsatz. Beispielsweise ist der Bitcoin, die wohl bekannteste unter den Kryptowährungen, seit dem 1. April 2017 in Japan als „legales Zahlungsmittel“ offiziell anerkannt. Auch Australien hat mittlerweile beschlossen, den Bitcoin als legales Zahlungsmittel ab dem 1. Juli 2017 zu akzeptieren.  

Aus Sicht der Geldtheorie haben Bitcoins alle nötigen Eigenschaften, um zum allgemein verwendeten Tauschmittel aufsteigen zu können. Ob es so kommt, hängt letztlich von der Nachfrage ab: Ob also die Geldverwender die Kryptowährungen vorteilhafter finden als das Fiat-Geld. Das mittlerweile wachsende Bewusstsein über die ökonomischen und ethischen Probleme des Fiat-Geldes spricht dafür.

Goldreserven Das letzte Geld, wenn's brennt

In Währungskrisen behauptete sich Gold stets als ultimatives Zahlungsmittel. Warum Notenbanken auch heute noch Goldreserven halten, obwohl seit 46 Jahren keine Währung mehr an Gold gebunden ist – eine Zeitreise.

Tresorraum der Deutschen Bundesbank: Hier lagert ein Großteil der deutschen Goldreserven. Quelle: Presse

Noch hinkt allerdings die Leistungsfähigkeit des Bitcoin-Zahlungsverkehrs hinter der der offiziellen Fiat-Währungen her. Auch gibt es noch keinen Kapitalmarkt für in Bitcoin ausgewiesene Finanzmarktprodukte, auf dem gespart und investiert werden könnte. Doch all das kann und wird sich wohl entwickeln: Treibende Kraft dafür ist auch hier eine wachsende Zahl von Bitcoin-Verwendern, die von Fiat-Geld auf die Kryptowährung überwechseln.

Unter den Kryptowährungen hat der Bitcoin derzeit die Nase vorn. Er hat fulminant aufgewertet gegenüber allen Fiat-Währungen. Im Dezember 2011 kostete beispielsweise der Bitcoin 3,75 US-Dollar. Mittlerweile steht er bei etwa 2.500 US-Dollar – ein Anstieg von 66.567 Prozent: Hätte man für 1.000 US-Dollar Bitcoin gekauft, wären daraus 665.667 US-Dollar geworden.

Der Preisaufstieg des Bitcoin hat sich allerdings unter großen Schwankungen vollzogen. Während die Bitcoin-Angebotsentwicklung relativ stetig und überschaubar ist – derzeit gibt es 16,4 Millionen Bitcoins, und es werden insgesamt nicht mehr als 21 Millionen Stück werden (und die sich in kleinere Stückelungen bis zur achten Dezimalstelle einteilen lassen) –, verhält sich die Bitcoin-Nachfrage noch relativ flatterhaft. Und solange das der Fall ist, dürfte auch das mitunter markante Auf und Ab der Bitcoin-Preise anhalten.

Anteile am Börsenindex S&P 500 pro Bitcoin (Zum Vergrößern bitte anklicken.)

Anteile am Börsenindex S&P 500 pro Bitcoin (Zum Vergrößern bitte anklicken.)

Wenn aber der Bitcoin erst einmal zum „normalen“ Bestandteil des Vermögensportfolios vieler geworden ist, dürfte sich auch die Nachfrage nach ihm stabilisieren und die starken Preisschwankungen gegenüber dem Fiat-Geld nachlassen. So gesehen ist die bisherige Preisvolatilität des Bitcoin, die von Kritikern häufig als Indiz für seine Unzuverlässigkeit angeführt werden, lediglich Ausdruck seiner relativen Neuartigkeit.

Geht die Preisrallye des Bitcoin weiter? Das lässt sich aus heutiger Sicht nicht verlässlich abschätzen. Drei Faktoren sprechen jedoch dafür.

Erstens: Die Fiat-Geldmenge steigt und steigt, während die Wachstumsrate der Bitcoin-Menge bereits rückläufig ist und bald auf null fällt. So gesehen gibt es einen systematischen Aufwertungsdruck des Bitcoins gegenüber den Fiat-Währungen.

Bitcoin Mutmaßlicher Erfinder will Technologie patentieren lassen

Die digitale Währung erlebt derzeit einen Höhenflug: Ein einziger Bitcoin war zuletzt über 1200 US-Dollar wert. Craig Wright sieht sich selbst als Erfinder der Währung und will diese nun mit einem Patent versehen.

Bitcoins und die Blockchain-Technologie könnten vor einer Patentierung stehen. Quelle: Reuters, Sascha Rheker

Zweitens: Der Bitcoin stellt steigende Kaufkraft in Aussicht – ganz im Gegensatz zum Fiat-Geld, das seine Kaufkraft im Zeitablauf verliert. Die maximal produzierbare Bitcoin-Menge ist begrenzt. Und wächst die Volkswirtschaft, werden die in Bitcoin ausgewiesenen Güterpreise abnehmen (müssen). Sinkende Preise bedeuten, dass die Zahl der Güter, die man für einen Bitcoin kaufen kann, steigt. Das sollte die Nachfrage nach Bitcoins befördern.

Drittens: Bei einem Zurückdrängen oder Abschaffen des Bargeldes bietet eine Kryptowährung wie zum Beispiel Bitcoin dem Geldverwender die Möglichkeit, den staatlichen Bespitzelungen seiner Konten zu entgehen und seine finanzielle Privatsphäre zu schützen. Auch hat die Sorge vor eingefrorenen oder konfiszierten Bankkonten durch den Staat ein Ende. Ein nicht zu unterschätzender Faktor, der die Bitcoin-Nachfrage zusätzlich antreiben kann.

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