Intelligent Investieren: Pro Kryptowährung

Intelligent Investieren: Ein Geld-Guru hadert mit Bitcoin & Co.

Pro Kryptowährung

Wenn der Erwerb von Kryptowährungen bei Value Investoren keinen Beifall findet, so bedeutet das nun aber nicht, dass man einen Bogen um die neuen Geldarten machen sollte.

Die Lehre, die man aus Marks‘ Ausführungen ziehen kann, ist vor allem eine konzeptionelle: Kryptowährungen sind keine Investitionskategorie wie Aktien, Anleihen oder Häuser. Sie stehen vielmehr in direkter Konkurrenz zu den offiziellen Währungen. Und in Währungen investiert man nicht wie in Aktien, man hält sie, um liquide zu sein.

Anleger, die zum Schluss kommen, einen Teil ihres Vermögens in Form von Kasse zu halten – weil sie beispielsweise keine attraktiven Investitionsmöglichkeiten sehen –, müssen überlegen, welche Währung sie halten wollen: US-Dollar, Euro, Schweizer Franken oder vielleicht auch Kryptowährungen? Letztere weisen zwar (noch) erhebliche Preisschwankungen aus, und man weiß auch noch nicht abschließend, ob sie sich tatsächlich als Geld – also als allgemein akzeptiertes Tauschmittel – durchsetzen werden.

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Das heißt aber nicht, die offiziellen Währungen wären risikoärmer! Schließlich sind gerade sie einem erheblichen Entwertungsrisiko ausgesetzt – und das ist eine Überlegung, der Howard Marks vielleicht zu wenig Beachtung schenkt. Schon jetzt verlieren US-Dollar und Co. verlieren ihre Kaufkraft peu à peu, weil die Zentralbanken die ungedeckte Geldmenge immer weiter ausweiten. Zum Beispiel hat der Euro seit seiner Einführung am 1. Januar 1999 bis heute, gemessen an den Konsumentenpreisen, 27 Prozent seiner Kaufkraft verloren. Es könnte noch schlimmer kommen.

Die Volkswirtschaften ächzen unter ihren gewaltigen Schuldenlasten – als Folge einer unablässigen Vermehrung der Kreditvergabe durch die Zentralbanken. Mit künstlich niedrig gehaltenen Zinsen und dem kraftvollen Arbeiten der elektronischen Notenpresse bewahren die Zentralbanken die Kreditpyramide vor dem Einsturz. Es ist da wohl nur noch eine Frage der Zeit, wann die Kaufkraft der offiziellen Währungen immer stärker unter die Räder kommt – und daher die Nachfrage nach einem alternativen, einem besseren Geld sich Bahn bricht.

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Der Unternehmer stellt die digitale Währung Bitcoin her. Quelle: Stephan Scheuer

Kryptowährungen haben in der Tat das Potential, das heutige Geldsystem aus den Angeln zu heben – und dabei vielleicht noch deutlich an Wert zu gewinnen. Als Anleger sollten Sie jedoch Howard Marks‘ zentrale Botschaft beherzigen: Das Preis-versus-Wert-Prinzip – das zentrale Prinzip für erfolgreiches Investieren – lässt sich nicht auf Kryptowährungen anwenden.

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Mit Währungen wie Bitcoin begibt man sich in den spekulativen Bereich. Angesichts der desolaten Lage, in der sich das weltweite ungedeckte Papiergeldsystem befindet, ist es vermutlich jedoch eine Spekulation, die man sich – wohl dosiert – nicht entgehen lassen sollte.

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