ThemaAktien & Börse

alles zum Thema
_

Internet-Aktien: Viel besser als Facebook

von Andreas Toller

Die Facebook-Aktie erholt sich zwar, ist aber immer noch teuer und hochriskant. Wer also in Internet-Giganten investieren will, sollte sich lieber die echten Schwergewichte ansehen.

Polarisiert gern- und machte Mitte August mit Facebook-Aktien Kasse: Der Finanzinvestor Peter Thiel. Seine Papier waren am Ende pro Stück nur noch noch zwischen 19,27 und 20,69 Dollar wert. Insgesamt bekam er dafür rund 400 Millionen Dollar. Thiel hatte im Jahr 2004, als das Netzwerk noch ganz am Anfang stand, 500 000 Dollar in das Unternehmen gesteckt und dafür einen Anteil von rund zehn Prozent bekommen.

Bild: REUTERS

Anzeige

Aus der einstigen Hoffnungsbranche mit schwindelerregenden Wachstumsraten und fragwürdigen Geschäftsmodellen haben sich längst wahre Global Player mit Milliardenumsätzen und –gewinnen entwickelt. Dazu gehört auch der noch junge Marktführer unter den sozialen Netzwerken: Facebook. Aber seit dem Börsengang haben Anleger der ersten Stunde fast ein Drittel ihre Investments eingebüßt. Die schärfsten Kritiker des Unternehmens sehen sich nun bestätigt – auch wenn sich die Aktie inzwischen etwas erholt hat. Die Unternehmensbewertung zum Börsengang jenseits der 100 Milliarden Dollar hat sich bereits jetzt als Luftschloss erwiesen.

Als Facebook am 18. Mai 2012 an der US-Technologiebörse mit einem Ausgabepreis von 38 Dollar startete, war den meisten Anlegern offenbar schon klar, dass die Bewertung des Internet-Aufsteigers wohl allzu ehrgeizig war. Für die Aktie ging es in den drei Wochen nach dem Börsenstart auf 25,52 Dollar runter - fast genau ein Drittel weniger als zum Ausgabekurs.

Offenbar setzte sich an der Börse die Erkenntnis durch, dass die 900 Millionen Facebook-Nutzer dem Unternehmen kaum Umsatz bringen. Vielmehr ist es die Attraktivität der Community für die Werbebranche, die Facebook langfristig Potenzial verleiht. Schließlich sind auch die Vorlieben und Freundeskreise in den Nutzerprofilen enthalten – ideal für zielgruppengenaue Marketingmaßnahmen. Die hübsche Börsenstory hat aber leider einen gewaltigen Haken: Noch weiß niemand, wie sich Unternehmenschef Mark Zuckerberg – nach wie vor Alleinherrscher bei Facebook – die Einbindung von Werbung genau vorstellt und welche Ertragschancen sich daraus ergeben. Zudem besteht die Gefahr, dass immer mehr Nutzer der Plattform fernbleiben, wenn sie sich von Werbung belästigt fühlen. Ob das künftige Geschäftsmodell aufgeht, steht also in den Sternen.

Inzwischen hat die Facebook-Aktie dennoch die erste Trendumkehr geschafft. Angesichts der kurzen Zeit der Börsennotierung hat das allerdings nur begrenzte Aussagekraft. Immerhin konnten Aktionäre, die zu 38 Dollar je Aktie zuschlugen und das Papier trotz Kursrutsch gehalten haben, ihre Verluste inzwischen auf rund 17 Prozent reduzieren. Aktuell notiert Facebook an der Nasdaq mit 31,80 Dollar. Aktionäre können nur hoffen, dass bald wieder gute Nachrichten aus dem Unternehmen kommen.

Wer mit den Internet-Riesen wirklich Geld verdienen will und etwas Stabilität bevorzugt, sollte sich lieber bei den anderen Big Playern der Branche umsehen. Bei Ihnen hat sich der Erfolg des Geschäftsmodells längst gezeigt, oft profitieren sie dennoch von den hohen Wachstumsraten im Internet und den schwindenden Marktanteilen der klassischen Anbieter außerhalb der digitalen Welt.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 29.06.2012, 02:52 UhrSmartStrategie

    Pfiffige Investoren kaufen physische Edelmetalle und Seltene Erden zur Wertsicherung! Die Gewinne machen sie mit den Arbitragen von http://www.smartstrategie.com … Zu den vielen Vorzügen zählen die steuerfreien Gewinne, die hohen Renditen, die sehr kurze Kapitalbindung, etc.

Alle Kommentare lesen

Tool: Immobilienscout24

Immobilien-Wertfinder

Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet.

weitere Fotostrecken

Blogs

Es kann bis 9000 gehen
Es kann bis 9000 gehen

Die Rally läuft, und sich dagegen zu stemmen, ist gefährlich. Mindestens ein kräftiger Schub sollte noch kommen – nach...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche

    Folgen Sie uns im Social Web

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.