Internetgeld: Die besonderen Risiken von Bitcoins

Internetgeld: Die besonderen Risiken von Bitcoins

von Mark Fehr

Die Europäische Bankenaufsicht EBA warnt Sparer vor der boomenden Bitcoin-Währung. Was sind die Hauptrisiken des virtuellen Geldes – und wie kann man sich schützen?

Die Europäische Bankenaufsicht EBA in London prüft gerade, in welcher Form die im Internet boomenden virtuellen Währungen wie Bitcoins reguliert und beaufsichtigt werden sollten. Gleichzeitig fordert die Aufsichtsbehörde Nutzer des immer populärer werdenden Internetgeldes eindringlich auf, sich mit den damit verbundenen Risiken vertraut zu machen.

Prügelt da eine EU-Behörde auf ein junges Währungsphänomen außerhalb der bestehenden Strukturen ein, weil ihr Alternativen zum kriselnden Euro ein Dorn im Auge sind? Selbst wenn ein solcher Eindruck entstehen könnte, sollten sich vor allem sicherheitsorientierte Anleger mit den Warnungen der EBA auseinander setzen, bevor sie mit der Bitcoin-Nutzung loslegen.

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Der Reiz von Bitcoins in den Augen von Sparern und Verbrauchern besteht darin, eine Währung außerhalb des etablierten Bankensystems halten zu können. Diese kann für Zahlungen weltweit und weitgehend anonym transferiert werden, was Freiheit und Flexibilität verspricht. Da der Vorrat der binären Münzen per Programmcode limitiert ist, versprechen sich Bitcoin-Nutzer einen Inflationsschutz – ganz im Gegensatz zu den etablierten Währungen der USA, Japans oder Europas, die gerade durch expansive Geldpolitik der Zentralbanken an Wert verlieren.

Allerdings bringen virtuelle Währungen wie Bitcoins auch neue Risiken, mit denen sich Nutzer eingehend vertraut machen sollten. Die WirtschaftsWoche hat in den vergangenen Wochen bereits über die Chancen und Gefahren des virtuellen Geldes berichtet und dabei auch die nun von der Europäischen Bankenaufsicht dargestellten Risiken in den Fokus genommen.

Virtuelle Währung Pro und Contra Bitcoins

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Bitcoins: Das Alternativgeld aus dem Internet wird salonfähig. Quelle: REUTERS

Kein Einlagenschutz

Die EBA weist Bitcoin-Nutzer darauf hin, dass die Tauschbörsen für die Internetwährung häufig nicht reguliert seien. Gehen Tauschbörsen in die Pleite, haben Sparer anders als bei Geschäftsbanken keinen Anspruch auf gesetzlichen Einlagenschutz. Das gelte selbst dann, wenn der betroffene Dienstleister bei einer nationalen Aufsichtsbehörde registriert sei. Auch die WirtschaftsWoche hatte in ihren Berichten über das Bitcoin-Phänomen auf den fehlenden Einlagenschutz hingewiesen.

Wenn Plattformen etwa aufgrund technischer Probleme zusammenbrechen, verlieren Anleger regelmäßig ihr Geld. Besonders tückisch ist es, dass Tauschbörsen gerade bei Kurseinbrüchen oft vom Netz gehen, sodass viele Bitcoin-Besitzer dann keine Chance mehr haben, Verluste zu minimieren. Das war bereits beim Kurseinbruch der Internetwährung im Frühjahr der Fall. Damals schlossen die Tauschbörsen Bitcoin24 und Bitfloor ihre Pforten – Nutzer hatten das Nachsehen.

Außerdem werden die Handels- und Tauschplattformen laut EBA immer wieder Opfer von Hackerattacken, bei denen Interneträuber virtuelle Beute machen und die Bitcoin-Nutzer um ihre Ersparnisse bringen.

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