Internetkonzern: Yahoo treibt Aktienrückkauf voran

Internetkonzern: Yahoo treibt Aktienrückkauf voran

, aktualisiert 20. November 2013, 09:00 Uhr

Yahoo-Chefin Marissa Mayer versucht, den Aktienkurs weiter aufzupäppeln. Der Konzern steckt weitere 5 Milliarden Dollar in Aktienrückkauf. Durch den Verkauf von Anteilen an Alibaba sind die Kassen gut gefüllt.

Wie der Internetkonzern Yahoo am Dienstag mitteilte, fließen erneut bis zu fünf Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) in den laufenden Rückkauf eigener Anteilsscheine. Das treibt gewöhnlich den Kurs. Nachbörslich stieg die Aktie um zwei Prozent.

Yahoo kündigte den Aktienrückkauf etwas versteckt in einer Mitteilung über eine neue, 1 Milliarde Dollar schwere Wandelanleihe an, mit der sich das Unternehmen frisches Geld besorgt. Der Konzern hatte den Aktienrückkauf schon vor einem Jahr um 5 Milliarden Dollar aufgestockt. Die Summe ist aber nach Angaben aus dem letzten Geschäftsbericht fast aufgebraucht.

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Der kalifornische Konzern hatte seine Kasse zwischenzeitlich durch den Verkauf von Anteilen am florierenden chinesischen Internetkonzern Alibaba füllen können. Nach letztem Stand hält Yahoo noch 24 Prozent - das ist der Schatz des Unternehmens und neben dem laufenden Aktienrückkauf ein Hauptgrund, weshalb die Yahoo-Aktie seit Monaten steigt.

Dagegen schrumpften die Einnahmen aus dem Hauptgeschäft mit Online-Werbung zuletzt. Die vor einem guten Jahr bei Yahoo angetretene Mayer will das Ruder mit neuen Produkten herumreißen wie Smartphone-Apps. Außerdem hat Yahoo Starreporter und Kolumnisten von traditionellen Medienfirmen wie David Pogue von der New York Times abgeworben, um die Reichweite seiner Portale weiter auszubauen.

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Zudem wurde am Montag bekannt, dass Yahoo nach den Berichten über US-Spionage seinen Datenverkehr besser schützen will. Vom ersten Quartal 2014 an soll der Informationsaustausch zwischen den Rechenzentren des Konzerns verschlüsselt werden, kündigte Yahoo-Chefin Mayer am Montag in einem Blogeintrag an. Die US-Zeitung „Washington Post“ hatte vor fast drei Wochen berichtet, dass der Geheimdienst NSA sich Zugriff auf den internen Datenverkehr von Yahoo und Google verschaffe. Google kündigte bereits kurz danach an, Daten zwischen den eigenen Rechenzentren künftig nur noch gesichert zu verschicken. Yahoo-Nutzer sollen zudem die Auswahl bekommen, ihre Datenübertragung an die Yahoo-Server zu verschlüsseln, erklärte Mayer.

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