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13.05.2013

IPO-Pannen: Aus diesen Börsengängen ist nichts geworden

Wegen der schlechten Wirtschaftslage in China sind dort IPOs noch bis Juli vom Tisch. Doch auch in Europa hatte die Eurokrise im vergangenen Jahr einigen Unternehmen den Gang aufs Parkett verhagelt.

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Die Zentrale des Versicherungskonzerns Talanx Quelle: dpa/dpaweb
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Talanx

Nur einen Tag vor dem Rüstungskonzern Rheinmetall ließ der Versicherer Talanx seinen Börsengang platzen - dabei hätte es der größte deutsche Börsengang des Jahres werden sollen.

Grund für die Absage: Der Vorstandschef Herbert Haas blies plötzlich zum Rückzug, weil die Anleger nicht bereit waren, genug für die Aktie zu bezahlen. Versicherungsanalyst Christian Muschick von Silvia Quandt Research vermutet, dass die Struktur von Talanx institutionellen Investoren, beispielsweise großen Aktienfonds, zu kompliziert erschien. Schließlich besteht rund die Hälfte des Geschäfts aus der Mehrheitsbeteiligung an der weltweiten Nummer drei der Rückversicherer, der Hannover Rück.

Talanx-Vorsitzender Haas schob den Banken die Schuld für die Absage in die Schuhe. Die Institute, die den seit langem geplanten Schritt des deutschen Branchendritten aufs Parkett betreuten, hätten die tatsächliche Risikobereitschaft der Investoren falsch eingeschätzt. Dabei habe Talanx gar keine überzogenen Vorstellungen gehabt. „Das war kein Griff nach den Sternen“, erklärte der Vorstandschef.

Am zweiten Oktober 2012 hat sich Talanx - entgegen der Prognosen der Analysten - doch noch aufs Parkett gewagt. Der Versicherer habe sich auf eine "lange Rennstrecke begeben, die schon lange nicht mehr befahren wurde", erklärte Vorstandschef Herbert Haas den Schlingerkurs des Unternehmens. Immerhin: Das Börsendebüt war zwar zittrig, ist aber gelungen.

Bild: dpa/dpaweb
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