IT-Branche: Technologiebörse könnte vor Ostern 2014 starten

exklusivIT-Branche: Technologiebörse könnte vor Ostern 2014 starten

von Hauke Reimer

Die Deutsche Börse arbeitet an einem Projekt, mit dem sie erreichen will, dass in Deutschland mehr Technologieunternehmen einen Börsengang wagen. Erste Unternehmen soll in nächster Zeit angesprochen werden.

Das Projekt habe „höchste Priorität“, sagte ein hochrangiger Börsenmanager auf einem Vorbereitungstreffen, das der Intershop-Gründer Stephan Schambach initiiert hatte. Eingeladen hatte er Vertreter der Börse, des Bundeswirtschaftsministeriums und Internet-Startups wie Mr. Spex, Bergfürst oder Crossvertise, an dem AWD-Gründer Carsten Maschmeyer beteiligt ist. Noch sei offen, ob das Projekt tatsächlich zu einem neuen Handelssegment führen werde, so der Börsenmanager. In einem ersten Schritt sollen nun 10 bis 15 börsenfähige Unternehmen identifiziert und angesprochen werden.

Falls sich genügend Unternehmen fänden, sei der Start eines neuen Börsensegments aber noch vor Ostern 2014 möglich, sagte ein anderer Börsenmanager. Schambach forderte ein neues Marktsegment nach dem Vorbild der US-Technologiebörse Nasdaq mit Mechanismen für eine Qualitätssicherung. Dafür sollten Investmentbanken geradestehen. Um Liquidität zu bündeln, sollten die Aktien nur auf dem Xetra-System und nicht an Regionalbörsen gehandelt werden.

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2 Kommentare zu IT-Branche: Technologiebörse könnte vor Ostern 2014 starten

  • Also eine Art Dotcom-Blase 2.0! Interessant: Frueh einsteigen und wenn die Kurven hochgehen (so nach 1 - 3 Tagen) sofort wieder raus. Werde ich mal weiterverfolgen, fuer eine schnelle Mark (liebr als euro) mit kleinem Einsatz sicherlich gut.

  • So eine deutsche Technologiebörse, also ein fokussiertes Segment (Stichworte Disruption, Scalability, German Engineering) mit scharfem Chance/Risiko-Profil und dazu passenden Regeln wäre sehr nützlich. Aus Sicht der Start-ups als Exit-Channel, der die Finanzierung rückwirkend über den ihren gesamten Lebenszyklus ab der Gründung vereinfacht und aus Sicht der Anleger, damit sie wissen, dass es bei den dort gehandelten Werten besonders hohe Chancen und Risiken gibt. Das Gute ist – man kann nur 100 % verlieren, aber viel mehr gewinnen.

    Neue Arbeitsplätze entstehen nicht in reifen Industrien, sondern durch Innovationen. Und Innovationen kommen nicht aus Großkonzernen, sondern aus Startups. Ein leistungsfähiger Exit-Channel via IPO als Alternative zum Trade Sale ist das Wesentliche, was die Silicon Allee genannte deutsche Startup-Szene noch von Ihrem großem Vorbild, dem Silicon Valley trennt.

    Natürlich sollte man bei der Konzeption einer neuen deutschen Technologiebörse alle Learnings aus den Fehlschlägen des Neuen Marktes beachten insb. eine Sanktionierung von Insider Trading und Lock-up-Verletzungen vornehmen und eine stärkere Rolle und bessere Qualität von Analysten/Research anstreben und möglichst auch ausgewogenes Verhältnis von etablieren Startups zu jungen Startups ähnlich der Nasdaq, damit mangels Anwendbarkeit von Bewertungsmethoden keine extremen Übertreibungen auftreten. Der Neue Markt war ja nicht an „der Blase“ oder ihrem Platzen schuld, die ist an allen Märkten aufgetreten und geplatzt.

    Entscheidend ist die Frage, wie man Investoren für eine solche neue deutsche Technologiebörse begeistert und diese ähnlich der Nasdaq nachhaltig in der Börsenlandschaft verankert - wohl mit hohen Renditechancen, hoher Handelsliquidität und hoher Transparenz.

    Christoph Gerlinger, CEO German Startups Group Berlin AG

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