Japan-Katastrophe: Branchenaussichten am Aktienmarkt

Japan-Katastrophe: Branchenaussichten am Aktienmarkt

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Die Folgen der Japan-Katastrophe sind noch nicht absehbar, aber Trends die darauf zurückgehen schon.

von Martin Gerth und Niklas Hoyer

Noch sind längst nicht alle Folgen der Japan-Katastrophe absehbar, doch für Anleger relevante Trends kristallisieren sich bereits heraus. Eine Einschätzung nach Branchen

Versicherungen

Japanische Versicherer nutzen nur wenig Rückversicherungen, Atomunfälle sind kaum versichert. Milliardenbelastung aus dem Beben droht, Kursverluste haben aber schon viel vorweggenommen.

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negativ:      Münchener Rück, Allianz

Versorger

Energiekonzerne sind die größten Verlierer. Wegfall der Gewinne aus der Laufzeitverlängerung sowie Brennelementesteuer drücken. E.On wegen Gasgeschäft leicht im Vorteil gegenüber den anderen.

    negativ:       RWE, EnBW, Vattenfall, E.On

Solarenergie

Als Alternative für CO2-freie Stromerzeugung profitiert die Solarbranche, Wettbewerbsdruck könnte abnehmen, Förderung weniger stark sinken.

   positiv:   Solarworld, SMA Solar

Windenergie

Ein früherer Atom-Ausstieg wird den Windradbauern helfen – aber nur, wenn sie die unter Druck geratenen Margen stabilisieren und die aufgeschobenen Offshore-Projekte vorantreiben können.

   +positiv:   Vestas, Nordex

Energieeffizienz

Höhere Energiekosten führen zu stärkeren Einsparanstrengungen. Die politische Förderung dürfte zunehmen.

   +positiv:   Schneider Electric, Centrotec

Rohstoffe

Kurzfristig sinkt die Rohstoffnachfrage, Spekulanten könnten diese Entwicklung verschärfen. Japan muss Flüssiggas importieren, um die Energieversorgung zu sichern. Auf der Verliererseite stehen Uranaktien, weil auch Indien und China Atomprojekte überdenken.

   positiv:    Suncor Energy, Petrobras, Gazprom, Lukoil

   negativ:   Uranaktien

Autos

Japans Krise trifft die deutsche Autoindustrie nur bedingt, da die Hersteller nur bis zu drei Prozent ihres Umsatzes dort erzielen. Hauptleidtragender ist Toyota, das 60 Prozent seiner Autos im eigenen Land herstellt.

    negativ:     Toyota, Honda

   +positiv:     Volkswagen

Pharma

Japan macht rund zehn Prozent des Pharma-Weltmarktes aus. Vor allem ausländische Pharmakonzerne sind stark vertreten, deutsche weniger.

   negativ    Novartis, Merck

Banken

Kreditrisiken aus Japan sind bei europäischen Banken begrenzt. Sollte der Crash weitergehen, werden Investmentbanken, aber auch deutsche Institute unter Druck geraten, weil Börsengänge und Übernahmen ins Wasser fallen.

    negativ:    Deutsche Bank, Goldman Sachs

Computer und Halbleiter

Japan ist wichtiger Exporteur für Computer und Halbleiter (20 Prozent Marktanteil bei Chips), Produktionsunterbrechungen vor Ort bieten Konkurrenten Chancen.

   negativ:    Toshiba, Canon, Sandisk

   positiv:     AMD, Intel

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