John Paulson: Star-Investor verscherbelt Gold

John Paulson: Star-Investor verscherbelt Gold

, aktualisiert 15. November 2011, 13:17 Uhr
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John Paulson war einst der Mega-Star der Hedge-Fonds-Branche.

Quelle:Handelsblatt Online

John Paulson galt als großer Freund von Gold-Investments. Jetzt hat Star-Investor allerdings in großem Stil Anteile an einem Goldfonds verkauft. Experten rätseln über die Gründe.

London/FrankfurtHedgefondsmanager John Paulson hat sich in großem Stil von börsennotierten Indexfonds auf den Goldpreis getrennt. Zwischen Ende Juni und Ende September verkaufte er etwa ein Drittel seiner Anteile am weltweit größten Gold-ETF, dem SPDR Gold Shares, wie am späten Montagabend veröffentlichte Zahlen der US-Finanzaufsichtsbehörde SEC zeigen. In den USA sind institutionelle Investoren dazu verpflichtet, ihre Transaktionen quartalsweise an die SEC zu melden. Diese Dokumente bieten den besten Einblick in die Spekulationen von Hedgefonds.

Den Daten zufolge hielt Paulson Ende September 20,3 Millionen Anteile am SPDR Gold Shares. Ende Juni waren es noch 31,5 Millionen gewesen. Der Verkauf hatte - gemessen am aktuellen Marktwert - einen Umfang von 1,94 Milliarden Dollar.

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Um in Gold zu investieren, hatten Wall-Street-Größen wie Paulson in den vergangenen Jahren vor allem auf börsennotierte Indexfonds zurückgegriffen, die Barren in ihren Portfolios hielten. Paulson, der als treuer Gold-Anleger bekannt ist, hatte in der ersten Jahreshälfte an seinen Gold-Investments festgehalten. Andere Star-Hedgefondsmanager wie George Soros hatten sich bereits damals von Gold-ETFs getrennt.

Experten rätseln darüber, warum sich nun auch Paulson davon verabschiedet hat. „Wir bezweifeln, dass Paulsons Gold-Fieber zu Ende ist“, kommentierte die neuseeländische ANZ Bank den Verkauf. Möglicherweise habe der Hedgefondsmanager aus dem ETF in Goldbarren umgeschichtet, um die Gebühren des Fonds zu sparen. Oder er habe Cash benötigt, um Anleger auszahlen zu können, die sich nach starken Wertverlusten aus seinem eigenen Fonds zurückgezogen haben.

Gold hat allerdings seit Ausbruch der europäischen Schuldenkrise einen rasanten Höhenflug hinter sich. So kostete eine Feinunze zu Jahresbeginn noch um die 1400 Dollar, aktuell sind es etwa 1762 Dollar. Das entspricht einem Wertzuwachs von 26 Prozent. Analysten zufolge hat der Goldpreis angesichts der Unsicherheit über die Zukunft der Euro-Zone auch auf längere Sicht weiteres Aufwärtspotenzial. Allerdings gebe es bei 1800 Dollar einen technischen Widerstand, der schwer zu durchbrechen sei.

Quelle:  Handelsblatt Online
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