Kali-Krieg : Manager-Auslieferung im Kali-Krieg

Kali-Krieg : Manager-Auslieferung im Kali-Krieg

Weißrusslands Präsident Lukaschenko hat seine Forderungen im Kali-Krieg gegenüber Russland mit der Verhaftung eines Managers durchgesetzt. Jetzt soll Uralkali-Chef Baumgertner an Russland ausgeliefert werden.

Der monatelange Kali-Streit zwischen Russland und Weißrussland nimmt eine entscheidende Wende. Die russische Generalstaatsanwaltschaft teilte am Donnerstag mit, dass der in Weißrussland festgehaltene Uralkali -Chef Wladislaw Baumgertner demnächst an die Behörden in seiner Heimat ausgeliefert werde. Baumgertner ist die Schlüsselfigur in dem Konflikt.

Der 41-jährige Baumgertner war am 26. August verhaftet worden und hatte einen Monat in einem weißrussischen KGB- Gefängnis verbracht, nachdem er das Kali-Kartell mit der weißrussischen Belaruskali aufgekündigt hatte. Uralkali hatte zur Begründung erklärt, der weißrussische Partner habe Ladungen außerhalb der Vereinbarung verkauft. Das russische Unternehmen hatte damals angekündigt, die Produktion hochzufahren.

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Zusammen beherrschten Uralkali und Belaruskali als Hersteller des wichtigen Düngemittels nahezu drei Viertel des Weltmarktes und konnten lange die Preise hoch halten. Baumgertner, der dem gemeinsamen Unternehmens vorsaß, war nach der Aufkündigung des Exportkonsortiums auf Einladung des weißrussischen Ministerpräsidenten Michail Mjasnikowitsch nach Minsk gereist, um über den Streit zu sprechen. Derzeit steht er unter Hausarrest in einer Wohnung in der weißrussischen Hauptstadt.

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko nutzte den festgehaltenen Uralkali-Manager offenbar erfolgreich als Druckmittel. Russland erfüllt zwei zentrale Forderungen Lukaschenkos. Zum einen war der Ausstieg des in Weißrussland in Ungnade gefallenen Uralkali-Großaktionärs Suleiman Kerimow eine Vorbedingung für die Auslieferung von Baumgertner. Dieser kam Russland am Montag nach. Kerimow gibt seine 22-prozentige Beteiligung an den Milliardär Michail Prochorow ab.

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Zum anderen hatte Russland im Oktober ein Verfahren gegen Baumgertner eingeleitet. Die weißrussischen Behörden werfen dem Uralkali-Chef vor, er habe gegen die Interessen des Exportkonsortiums verstoßen. Am 21. Oktober meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Gerichtssprecherin Natalia Romanowa, ein Moskauer Gericht habe Baumgertner in Abwesenheit unter Hausarrest gestellt.

Weißrussland, für das Kali eines der wichtigsten Exportgüter ist, hatte durch das Exportkonsortium lange Jahre eine sichere Devisenquelle. Der Zerfall des Kali-Kartells hatte aber den 20 Milliarden Dollar schweren Kalimarkt ins Trudeln und die Aktien der Kalihersteller weltweit auf Talfahrt geschickt. Leidtragender des Streits ist auch der deutsche Uralkali-Konkurrent K+S, der sich mit einem umfassenden Sparprogramm gegen die Folgen des Preisverfalls stemmt. Der Absturz der Kalipreise hat die Gewinne des Dax-Unternehmens einbrechen lassen. Da K+S sein Kali zu deutlich höheren Kosten produziert, als die russisch-weißrussische Konkurrenz, rutscht der Kasseler Konzern schnell in die roten Zahlen. Experten fürchten, dass die Kali-Preise noch mehrere Jahre so niedrig bleiben.

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