Kapitalmarkt: Facebooks Börsengang rückt näher

Kapitalmarkt: Facebooks Börsengang rückt näher

, aktualisiert 29. November 2011, 06:12 Uhr
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Die Entscheidung über den Börsengang fällt Mark Zuckerberg.

von Axel PostinettQuelle:Handelsblatt Online

Börsengänge haben sich für soziale Netzwerke nicht unbedingt ausgezahlt. Doch Facebook wird bald die US-Börsenaufsicht im Nacken sitzen. Einem Medienbericht zufolge gibt es bereits einen Termin - und einen Rekordwert.

San FranciscoDas Social Network Facebook wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2012 an die Börse gehen. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ sollen Aktien im Wert von zehn Milliarden Dollar emittiert werden. Das wäre dann einer der größten Börsengänge der Welt.

Wie die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf informierte Kreise meldet, wird eine Marktkapitalisierung von 100 Milliarden Dollar angestrebt, was etwas mehr als der Hälfte des aktuellen Marktwerts von Google entsprechen würde. Google hat 2004 bei seinem Börsengang 1,9 Milliarden Dollar eingenommen. Ein Facebook-Sprecher erklärte zu dem Bericht, man beteilige sich nicht an Spekulationen um einen Börsengang.

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Der Gang an den Kapitalmarkt käme für Facebook nicht ganz freiwillig. Ende des Jahres wird voraussichtlich die Marke von 500 Aktionären überschreiten und damit wäre das Unternehmen nach den Vorschriften der Börsenaufsicht SEC ohnehin gezwungen, seine Finanzdaten quartalsweise zu veröffentlichen.

Verzichtet Mitgründer und CEO Mark Zuckerberg trotzdem auf eine Aktienemission, dann hätte er nur die negativen Seiten der Finanzpublizität ohne die positive Seite der Eigenkapitalbeschaffung. Zuckerberg habe jedoch noch keine Entscheidung über den Börsengang getroffen, so die Quellen des WSJ.

Der 27-jährige ist bekannt dafür, dass er die Geschicke des Unternehmens alleine lenken und sich nicht von Anlegern oder Investoren hineinreden lassen will. Auf der anderen Seite wächst aber der Druck von Mitarbeitern und Venture-Capital-Investoren der ersten Stunde. Sie sitzen mit ihren Aktien und Optionen auf hohen Papiergewinnen und wollen irgendwann einmal diese Gewinne realisieren.

Zuletzt hatten Gerüchte die Runde gemacht, Zuckerberg zögere die Aktienemission immer weiter hinaus, weil er befürchtet, viele Top-Kräfte würden nach dem Verkauf ihrer Aktien das Unternehmen verlassen. Entweder weil sie dann reich genug für den Ruhestand sind oder sich, wie im Silicon Valley nicht unüblich, einem neuen Start-Up-Unternehmen mit Börsenfantasie und Aktienoptionen zuwenden.

Facebook hat sich dem Bericht zufolge auch noch nicht auf eine oder mehrere Investmentbanken festgelegt, die den Börsengang begleiten sollen. Finanzvorstand David Ebersman habe zwar Gespräche mit Banken geführt, aber auch klargemacht, dass man derzeit nicht sehe, welche Rolle die Banken spielen könnten. Der Andrang auf die Aktien des 2004 gegründeten Unternehmens werde ohnehin groß sein.

Facebook hat über 800 Millionen Nutzer und will im kommenden Jahr die Schwelle von einer Milliarde Facebook-Profilen überschreiten. Laut WSJ wird zum Börsengang ein Umsatz von rund vier Milliarden Dollar ausgewiesen werden.

Bislang haben die Börsengänge von Social Networking-Aktien die Anleger nicht nur erfreut. Das Schnäppchenportal Groupon ist nach wenigen Tagen an der Börse deutlich unter den Ausgabekurs von 20 Dollar zurückgefallen, alleine am gestrigen Montag sackte das Papier in einem ansonsten starken Markt um neun Prozent ab.

Das Online-Radio-Portal Pandora aus Oakland, im Juni zu 16 Dollar emittiert, notiert derzeit bei 10,52 Dollar. LinkedIn, ein Social Network für berufliche Kontakte, notiert mit 60 Dollar noch über dem Ausgabepreis von 45 Dollar, jedoch weit unter dem Höchststand von 122 Dollar kurz nach der Erstnotiz.

Als eines der nächsten Unternehmen wird die Spielefirma Zynga aus San Francisco an der Börse erwartet. Zynga entwickelt Online-Spiele, die vornehmlich auf Facebook gespielt werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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