Kochboxen-Anbieter: Wenig Nachfrage für Blue-Apron-Aktien

Kochboxen-Anbieter: Wenig Nachfrage für Blue-Apron-Aktien

, aktualisiert 29. Juni 2017, 14:47 Uhr
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Der Anbieter von Kochboxen musste die Preise für seine Aktien für den Börsengang senken.

Quelle:Handelsblatt Online

Blue Apron, Anbieter von Kochboxen, hat den Börsengang nach einer Preissenkung für die Aktien geschafft. Der Börsengang wurde vor allem durch die Übernahme der Biosupermarkt-Kette Whole Foods durch Amazon belastet.

New YorkDer US-Kochboxen-Anbieter Blue Apron hat den Gang an die Börse nach einer Preissenkung für die Aktien geschafft. Mit 300 Millionen Dollar nahm das Unternehmen ein Drittel weniger ein als ursprünglich erhofft.

Die Aktien wurden zu jeweils zehn Dollar ausgegeben und damit am unteren Ende der Spanne von zehn bis elf Dollar, wie der Hellofresh-Rivale am Mittwochabend mitteilte. Belastet wurde der Börsengang durch die milliardenschwere Übernahme der Biosupermarkt-Kette Whole Foods durch den Internet-Händler Amazon, weil hier ein mächtiger Konkurrent entstehen könnte.

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Insidern zufolge hatte Blue Apron die Preisspanne von ursprünglich 15 bis 17 Dollar reduziert, nachdem sich Investoren besorgt über den Amazon-Zukauf und die hohen Werbekosten geäußert hatten. Blue Apron bietet Kochboxen an, die alle Zutaten und die dazugehörigen Rezepte enthalten.

Kleinere Rivalen hatten sich von einer erfolgreichen Erstnotiz des Unternehmens aus New York Impulse für eigene Börsenpläne erhofft. In Deutschland gilt der Lebensmittel-Lieferdienst Hellofresh als Börsenkandidat. Delivery Hero, das ebenfalls zu Rocket Internet gehört, aber fertige Mahlzeiten ausliefert, nahm bei seinem Börsengang knapp eine Milliarde Euro ein und traf mit seinen Aktien auf hohe Nachfrage bei Investoren.

Doch der Branche der Zutaten-Lieferanten droht durch die Amazon-Übernahme Gegenwind. Amazon bietet selbst Kochboxen in ein paar US-Großstädten an. Mit dem Kauf der Supermarktkette erhält der Internetkonzern aber Zugang zu qualitativ wertvollen Lebensmitteln und Infrastruktur. Zudem hat Amazon schon viel in Automatisierung investiert. „Wenn Amazon der wichtigste Konkurrent wird, wird es für andere Anbieter schwieriger, langfristig Geld zu verdienen“, sagte Eric Kim, Mitgründer des Risikokapitalgebers Goodwater Capital.

Die kleineren Unternehmen der Branche müssen dagegen erst eine Infrastruktur aufbauen, um auch verderbliche Lebensmittel wie frischen Fisch ausliefern zu können. Dazu kommen hohe Marketingkosten. Blue Apron gab 2016 etwa 18 Prozent seines Umsatzes von insgesamt knapp 800 Millionen Dollar für die Werbung aus. Unter dem Strich blieb ein Verlust von knapp 55 Millionen Dollar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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