Konjunkturimpuls: Alcoa lässt auf Aufschwung hoffen

Konjunkturimpuls: Alcoa lässt auf Aufschwung hoffen

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Die Indikatorenrolle von Alcoa wird durch die Konkurrenz chinesischer Aluminiumproduzenten überschattet

Den Auftakt in die Berichtssaison macht wie immer der amerikanische Aluminiumproduzent Alcoa. Den plagen Umsatzrückgänge – aber nicht wegen schwacher Konjunktur, sondern wegen des Wettbewerbs.

Gesunkene Alupreise machen dem US-Hersteller Alcoa weiterhin zu schaffen. Im zweiten Quartal schrumpfte der Umsatz um zwei Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar und der Verlust wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von zwei Millionen auf insgesamt 119 Millionen Dollar. Die Geschäftszahlen teilte das vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen am späten Montag in New York mit. Die Ergebnisse lagen zwar leicht über den Erwartungen der Analysten, dennoch konnte die Aktie kaum profitieren.

Die Ergebnisse werden an der Börse von allen Seiten mit großem Interesse verfolgt. Dabei interessieren sich Börsianer nicht mal unbedingt für den Aluminiumkonzern und seine Aktie, sondern für die beiden Signale, die von den Quartalszahlen ausgehen. Denn Alcoa eröffnet schon traditionell die Berichtssaison. Überzeugt das Unternehmen mit guten Zahlen, sorgt das für eine positive Erwartungshaltung unter Investoren. Das kann die Börsen beflügeln. Zudem ist Aluminium ein wichtiger Rohstoff für das produzierende Gewerbe. Steigt die Nachfrage nach Aluminium, wird dies als positives Signal für die Gesamtwirtschaft verstanden. Daher gelten die Zahlen vom größten Aluminiumproduzenten der USA auch als eine Art Konjunkturindikator. Geht es Alcoa gut, geht es auch der Wirtschaft gut, so die Annahme.

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Aber diesmal wird die Indikatorenrolle von Alcoa durch andere Faktoren überdeckt. Alcoa bekommt nämlich die Konkurrenz chinesischer Aluschmelzen zu spüren. Deren hoher Ausstoß drückt seit geraumer Zeit auf die Preise für das leichte Metall. Als Antwort darauf hat Kleinfeld eigene Fabriken geschlossen beziehungsweise Schließungen angekündigt, was jedoch zunächst finanzielle Belastungen mit sich bringt. Ohne diese Sonderlasten wäre das Unternehmen profitabel gewesen, rechnete das Management vor.

Aluminium an sich ist begehrt. Zu den größten Abnehmern gehören die Flugzeug- und Autobauer. Letztere fertigen vor allem Motorblöcke aus Alu. Auch in der Verpackungsindustrie ist das Metall begehrt, beispielsweise für Getränkedosen. Der Konzern geht weiterhin davon aus, dass die Nachfrage im Gesamtjahr um sieben Prozent steigen wird. Sollte das Unternehmen Recht behalten, wäre dies sicher ein sehr positives Signal für die konjunkturelle Lage.

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